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PSI verliert zwei Vorstände und warnt

14.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bei der Berliner PSI AG legen der Mitgründer und für Strategie, Vertrieb und Marketing zuständige Vorstand Dietrich Jaeschke sowie Ali-Akbar Alizadeh-Saghati einer Adhoc-Meldung zufolge früher als geplant zu Ende November 2002 ihre Ämter nieder. Beide werden dem Unternehmen weiterhin beratend zur Verfügung stehen, heißt es. Die neue Führung werde PSI "konsequent nach der Ertragsstärke ausrichten".

Angesichts der anhaltenden Branchenflaute hat der PSI-Vorstand außerdem seine Prognose für das Geschäftsjahr 2002 nach unten hin korrigiert. Die Firma rechnet mit 15 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr (164,9 Millionen Euro) und einem operativen EBIT-Verlust (vor Zinsen und Steuern) von zwölf Millionen Euro. In der korrigierten Prognose seien "erhebliche Restrukturierungskosten enthalten", heißt es. Liquide Mittel und Auftragsbestand lagen nach Angaben von PSI zu Ende September bei 21,6 und 114 Millionen Euro.

Das Standbein Netz-Management hat PSI nach eigenen Angaben seit Anfang des Jahres 2001 durch Einstellung von 71 auf 526 Mitarbeiter ausgebaut. Dafür wurden im Bereich Produktions-Management im gleichen Zeitraum 121 Stellen gestrichen. Bei den aktuell 524 Mitarbeitern wird es nicht bleiben, eine weitere "beschleunigte Anpassung der Mitarbeiterkapazität" ist geplant. Seine Verwaltungkosten will PSI nach eigenen Angaben um elf Prozent reduzieren. (tc)