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Forrester Analyse

Projekte werden riskanter und komplexer

19.09.2012
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Die weltweiten Investitionsausgaben sind zurück auf Vorkrisenniveau. Doch fast ein Viertel der Projekte erreicht nicht die erforderliche Mindestrendite. Unternehmen gehen höhere Risiken ein als noch 2008.
Foto: Fotolia, G. Sanders

Die Pause bei den Investitionsausgaben, die auf die Wirtschaftskrise 2008/2009 folgte, scheint beendet. Die Unternehmen investieren aktuell elf bis zwölf Billionen Dollar jährlich und werden ihre Ausgaben voraussichtlich um mindestens zehn Prozent pro Jahr steigern. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Excellence in Capital Projects (ExCap) II“, in der A.T. Kearney die führenden Trends und Best Practices im Management von Investitionsprojekten untersucht. Für die Studie befragte das Beratungsunternehmen,nach 2008 bereits zum zweiten Mal, weltweit knapp 150 Führungskräfte.

Im Verlauf ihrer Projekte überschreiten 14 Prozent den gesteckten Finanzrahmen um zehn Prozent. Jedes dritte Projekt überzieht überdies den vorgesehenen Zeitplan um mehr als ein Zehntel. Ein hoher Anteil der Investitionsprojekte könne nicht als wirtschaftlich angesehen werden, schließen die A. T. Kearney-Analysten: 23 Prozent erreichten nicht die erforderliche Mindestrendite. Insgesamt liegen jedoch heute weniger Projekte hinter den Vorgaben als noch 2008.

60 Prozent der Projekte sind wachstumsorientiert

Unterdessen hat sich das Wesen von Investitionsprojekten verändert. Die Firmen geben sich im Bemühen um nachhaltigeres Wachstum risikofreudiger und betreten mit ihren Projekten häufiger Neuland. So planen drei Viertel der Studienteilnehmer Investitionsprojekte in den aufstrebenden Märkten, um vom dort herrschenden wirtschaftlichen Wachstum und den Kostenunterschieden profitieren zu können. 76 Prozent der Unternehmen haben überdies in neue oder erstmals eingesetzte Technologien investiert, um beim technologischen Fortschritt mithalten zu können und damit wettbewerbsfähig zu bleiben. So ist nur folgerichtig, dass laut Erhebung 60 Prozent der heutigen Projekte wachstumsorientiert sind, also etwa dem Aufbau von Kapazitäten gelten.

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