Was CIOs akut beschäftigt

Projekte aus eigener Kraft

Sabine Prehl ist freie Journalistin und lebt in München.
In Krisenzeiten müssen Unternehmen Prioritäten setzen. Welche IT-Projekte haben für Sie momentan Vorrang?
Jan Falck-Ytter, Bader Leather
Jan Falck-Ytter, Bader Leather

Wir holen IT-Projekte aus der Schublade, die einen wichtigen Beitrag zum Geschäft leisten und die wir so weit wie möglich mit der eigenen Mannschaft umsetzen können. Gemeint sind vor allem Eigenentwicklungen für spezielle Business-Prozesse, aber auch SAP-Rollouts für diverse Betriebsstätten - etwa in China. Aus Kostengesichtspunkten haben solche Projekte jetzt Vorrang. Vor diesem Hintergrund haben wir die Beauftragung von Freelancern und externen Dienstleistern auf das Nötigste zurückgefahren: Im vergangenen Jahr gab die Bader-Gruppe fast 200.000 Euro für externe IT-Services aus. 2009 sollen diese Ausgaben bei weniger als der Hälfte liegen.

Neue und eher kosten- und beratungsintensive Vorhaben werden dagegen tendenziell nach hinten geschoben. In guten Zeiten geht man ja oftmals technisch innovative Projekte an, die mit der Anschaffung von Lizenzen und Hardware verbunden sind.

Nachdem wir in den vergangenen Jahren hier einiges gemacht haben - zum Beispiel mobile SAP-Lösungen -, konzentrieren wir uns derzeit mehr auf die vorhandenen Lösungen, die wir erweitern und verbessern. Die Anschaffung neuer Hardware für den Ausbau der SAP-Server/SAN-Landschaft wollen wir dabei so weit wie möglich vermeiden, sprich: auf bessere Zeiten verschieben. (Mai 2009)