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Projekt Rainbow: WLANs für alle

17.07.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Ein Joint-venture will in den USA ein landesweites Funk-LAN-Netz auf Basis des Wireless-Standards 802.11b errichten. An dem neuen Unternehmen werden sich laut einem Artikel in der "New York Times" neben IBM und Intel auch die US-Mobilfunkanbieter AT&T Wireless, Verizon sowie Cingular beteiligen. Mit dem Projekt "Rainbow" sollen öffentliche Einrichtungen wie Flugplätze und Cafés mit Access-Points ausgestattet werden. Nutzer von PDAs und Notebooks erhalten mit Hilfe dieser sogenannten Hotspots einen breitbandigen Zugang zum Internet. Private Haushalte sollen vorerst nicht von dem Netz profitieren, berichtet die Tageszeitung. Die Kooperationspartner verfolgen mit dem Projekt ihre speziellen Interessen: So betreibt der Chiphersteller Intel seit über einem Jahr eine TK-Forschungsabteilung und will den Wi-Fi-Standard ab dem nächsten Jahr in alle

Prozessoren für mobile Geräte integrieren. Aufgrund Intels enger Beziehungen zu Microsoft wird außerdem spekuliert, ob sich die Gates-Company an Rainbow beteiligt. Der Softwareriese hatte erst in der vergangenen Woche angekündigt, im Herbst eigene WLAN-Geräte auf den Markt zu bringen (Computerwoche online berichtete). Für die Mobilfunkanbieter wiederum ist das Projekt die Chance, ebenso wie der Konkurrent Voicestream im vermeintlich zukunftsträchtigen Hotspots-Geschäft Fuß zu fassen. Die US-Tochter der Deutschen Telekom stellt WLAN-Dienste in rund 600 Niederlassungen der Caféfilialkette Starbucks zur Verfügung (Computerwoche online berichtete). (mb)