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Projekt-Manager müssen sich auf niedrigeres Grundgehalt einstellen

15.04.2005
Die Krise der IT-Branche hat die Vergütungspolitik der Unternehmen nachhaltig verändert.

IT-Projekt-Manager, die auf ein möglichst hohes Fixgehalt hoffen, haben derzeit schlechte Karten. Das zeigt eine Studie der Vergütungsberatung Towers Perrin, die Gehaltsdaten aus 114 IT-Unternehmen untersucht hat. Demnach setzen die Firmen auf immer höhere variable Gehaltsbestandteile und niedrigere Grundgehälter. IT-Projekt-Manager können, je nach Alter und Berufserfahrung, nur noch mit einem Grundgehalt zwischen 61 000 Euro (31 bis 40 Jahre) und 70 000 Euro (über 50 Jahre) rechnen. Noch vor zwei Jahren lagen die Grundgehälter um einige Tausend Euro höher. Die Gesamtvergütung hat sich für Projekt-Manager in kleinen Firmen (71 000 Euro) wie auch in Großunternehmen (78 000 Euro) indes nicht verändert, da der variable Anteil höher als früher ist.

Diese Verschiebungen in der Gehaltsverteilung sind laut Towers Perrin ein Ergebnis der Restrukturierungen: Mitarbeiter, die im Zuge des Internet-Booms überdurchschnittlich verdient hatten, mussten gehen, während die Unternehmen gleichzeitig neue Mitarbeiter mit höheren variablen Anteilen einstellten. Einzig die jüngeren Projekt-Manager unter 30 Jahren sind von dieser Entwicklung nicht betroffen: Ihr durchschnittliches Fixgehalt ist seit 2003 um 4000 Euro auf 49 000 Euro gestiegen. Diesen Effekt kann Martin Hofferberth, Manager Compensation Hightech-Industry bei Towers Perrin für andere Einstiegsgehälter nicht bestätigen: " Für 30 Prozent von 150 Positionen wurden sogar niedrigere Werte gemessen. Rund 70 Prozent der Einstiegsgehälter haben sich in den vergangenen drei Jahren nicht verändert."

Auch viele Nebenleistungen haben die IT-Unternehmen gekürzt: So wurde die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall auf das gesetzliche Minimum beschränkt, die Ausgabe von Firmenwagen gesenkt oder besondere Zusatzleistungen wie den finanziellen Zuschuss für Fitnesscenter gestrichen. Unberührt blieb dagegen die betriebliche Altersversorgung. (am)