Kickstarter

Projekt für "Veronica-Mars"-Film sammelt bei Fans Millionen ein

14.03.2013
Diese zwei Millionen Dollar könnten die Film-Finanzierung verändern: Der Macher der TV-Serie "Veronica Mars" brauchte gerade einmal zehn Stunden, um bei seinen Fans im Internet das geforderte Geld für eine Fortsetzung der Serie als Film einzusammeln.
Veronica Mars - dank Crowdfunding bald auf der großen Leinwand?
Veronica Mars - dank Crowdfunding bald auf der großen Leinwand?

So zeigen Fans ihre Macht: Das Projekt, aus der vor Jahren abgesetzten TV-Serie "Veronica Mars" einen Film zu machen, bekam im Internet an einem halben Tag die geforderten zwei Millionen Dollar zusammen. Bei der Online-Plattform Kickstarter sagten bis Donnerstagmorgen mehr als 40.000 Menschen ihre Unterstützung mit einem Betrag von über 2,4 Millionen Dollar (umgerechnet 1,8 Millionen Euro) zu. Der Film solle Anfang 2014 erscheinen, kündigte Serien-Macher Rob Thomas an. Hauptdarstellerin Kristen Bell ist mit an Bord. Das Hollywood-Studio Warner Bros., das sich lange gegen ein Filmversion gesperrt habe, habe seine Unterstützung zugesagt, wenn das Finanzierungsziel erreicht werde, schrieb Thomas.

Bei der Plattform Kickstarter können Unternehmer Geld von künftigen Kunden einsammeln, um ihre Projekte zu finanzieren. Oft sind es technische Geräte oder Accessoires - zuletzt machte etwa die "smarte Uhr" Pebble von sich reden. Auch der Spieleentwickler Peter Molyneux sammelte dort die benötigten 450.000 Dollar für sein neues Computerspiel "Godus" ein und die Musikerin Amanda Palmer bekam mehr als eine Million Dollar für ihr neues Album zusammen.

"Veronica Mars" ist eine US-Serie über eine junge Hobby-Detektivin, die in einer Kleinstadt mysteriösen Fällen und einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Die Serie lief 2007 nach drei Staffeln aus. Rob Thomas will die Dreharbeiten für den Film nun im Sommer beginnen. Er hatte ursprünglich 30 Tage vorgesehen, um das Finanzierungsziel von zwei Millionen Dollar zu erreichen.

Wie bei Kickstarter-Projekten üblich, werden höhere Zuwendungen mit Sonder-Leistungen belohnt. So bekam ein Fan, der mindestens 10.000 Dollar zusagte, eine Sprechrolle in dem geplanten Film - als Kellner oder Kellnerin. Ab 6500 Dollar konnte man den Namen einer Figur bestimmen und für 5000 Dollar gab es eine Sondervorführung mit bis zu 50 Freunden. Wer zehn Dollar spendete, bekommt immerhin den Text des Original-Drehbuchs zugeschickt. (dpa/tc)

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