Konsolidierung im SOA-Markt

Progress-Software schluckt SOA-Konkurrenten Iona

Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Big Data / Analytics und Digitale Transformation.
Mit dem irischen SOA-Spezialisten Iona übernimmt Progress Software einen Rivalen im Markt für Infrastruktursoftware.

Die Konsolidierung im SOA-Markt geht weiter. Für rund 162 Millionen Dollar kauft Progress Software die irische Softwareschmiede Iona, die im SOA-Umfeld vor allem durch ihre ESB-Produkte bekannt ist (ESB = Enterprise Service Bus). Progress zahlt für jede Aktie 4,05 Dollar. Die Verwaltungsgremien beider Unternehmen haben der Transaktion bereits zugestimmt. Nach der Genehmigung durch US-amerikanische und irische Behörden rechnet das Progress-Management im September mit einem Abschluss des Geschäfts. Iona soll dann als hundertprozentige Tochtergesellschaft von Progress Software agieren.

"Der geplante Progress-Iona-Deal markiert einen weiteren Schritt zur unvermeidlichen Konsolidierung in der Middleware-Branche", kommentiert Ovum-Analyst Tony Baer die Entwicklung. Nach seiner Meinung haben Spezialanbieter wie Iona mit seinem ESB-Fokus langfristig kaum Chancen, als eigenständige Unternehmen zu überleben.

Mehr zum Thema Service-orientierte Architekturen finden Sie im Experten-Blog SOA meets BPM.