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Procomp erhebt neue Monopolvorwürfe gegen Microsoft

18.05.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die 1998 im Zuge des Kartellverfahrens gegen die Gates-Company etablierte Anti-Microsoft-Initiative Procomp (Mitglieder sind unter anderem Corel, Netscape, Oracle, Sun sowie Sybase) wettert wieder: Mit Windows XP und vor allem der .NET-Initiative wolle Microsoft sein Monopol weiter ausbauen, klagt die Liga. Der Redmonder Konzern wolle "das Internet in einen gigantischen Microsoft-Abonnement-Service verwandeln und Dienste, die heute kostenlos seien, in Umsatzströme für Microsoft verwandeln." Von Microsoft liegt bislang keine Stellungnahme zu den Vorwürfen vor. In der Vergangenheit hatte das Unternehmen solche und ähnlich gelagerte Angriffe stets mit dem Argument abgeschmettert, hier versuchten nur verärgerte Konkurrenten, die "Innovation" seiner Produkte aufzuhalten.

Zum Thema Innovation zitiert Procomp auf seiner Homepage Microsoft-Chef Steve Ballmer übrigens wie folgt: "Wir können sie [die Konkurrenz] kriegen. Das geht nur, indem wir sie studieren. Wissen, was sie wissen. Tun, was sie tun. Sie beobachten, beobachten und nochmals beobachten. In jede Ecke gucken. Über ihren Schultern bleiben. Sie klonen. Jede einzelne ihrer guten Ideen nehmen und sie zu einer unserer guten Ideen machen." Ob Ballmer hier korrekt zitiert wurde, wissen wir leider nicht.