Ratgeber

Private Smartphones und Tablets sicher einbinden

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Mit diesen Tools und Lösungen lassen sich privat angeschaffte oder genutzte Mobile-Geräte besser in die Unternehmens-IT integrieren.
Vor wenigen Jahren undenkbar: Private Geräte (offiziell) im Unternehmen nutzen.
Vor wenigen Jahren undenkbar: Private Geräte (offiziell) im Unternehmen nutzen.
Foto: Fotolia.com/Dan Race

Die aus den USA stammende Strategie, private Smartphones, Tablets oder Rechner ins Unternehmen zu integrieren ("Bring Your Own Device" - BYOD), hat ihre Vor- und Nachteile. Zwar lassen sich damit die Motivation und die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen sowie im Idealfall durch die Übertragung von Verantwortung und Support auf den Nutzer Spareffekte erzielen. Gleichzeitig wird die IT-Abteilung jedoch mit eine Reihe von bislang unbekannten - sowohl rechtlicher wie technischer Art - Problemen konfrontiert. Sicher: Für eine Vielzahl der mit BYOD auftretenden Probleme müssen Anwender und Unternehmen Kompromisse eingehen und klare Vereinbarungen (User Policies) treffen. Daneben gibt es aber bereits eine Reihe von Tools und Lösungen am Markt, um die Integration von Endnutzer-Geräten auf technischer Seite erleichtern. Hier ein Überblick.

Welche Plattformen?

Während die Nutzung von privaten Apple-Rechnern dank der Dual-Boot-Funktion für Windows und Mac OS X die IT-Abteilung kaum vor größere Probleme stellt, bereiten die zahlreichen Plattformen im Mobile-Bereich deutlich mehr Kopfzerbrechen. Die IT-Verantwortlichen müssen sich im schlimmsten Fall auf eine Situation einstellen, die sich am besten mit dem sprichwörtlichen "Sack Flöhe hüten" vergleichen lässt. So handelt es sich nicht nur vom Begriff her um "mobile Endgeräte". Die Devices befinden sich tatsächlich nicht nur im Büro, sondern werden häufig auf Kundenbesuche, Dienstreisen etc. mitgenommen. Damit besteht ständig die Gefahr, dass sie mitsamt brisanter Daten und Zugangscodes verloren gehen - eine Szenario, für das entsprechende Vorkehrungen getroffen werden müssen.

Erschwerend kommt hinzu, dass die einzelnen Betriebssysteme wie Android, Blackberry OS, das in iPhone und iPad genutzte iOS, Symbian, WebOS oder Windows Phone 7 unterschiedlich gut (beziehungsweise schlecht oder überhaupt nicht) für den Einsatz im Enterprise geeignet sind (siehe auch: "Mobil arbeiten? Aber sicher!"). Zusätzlich erfordern sie teilweise auch angepasste Anwendungen und individuelle Verwaltungs-Tools.

Verwaltung tut Not

Wer den Wildwuchs an mobilen Endgeräten besser in den Griff bekommen will, steht vor der Entscheidung, die Zugriffsrechte einzudämmen oder die Anzahl der zulässigen Plattformen von vornherein einschränken. Die gute Nachricht dabei: Angesichts der Unzahl an Smartphones und (mit Einschränkung auch Tablets) werden die Anwendern selbst bei nur zwei unterstützten Betriebssystemen nicht vor allzu große Entscheidungsnöte gestellt: Sieht man von Apple (iPhone, iPad) ab, gibt es von allen Herstellern und Plattformen Geräte mit unterschiedlichen Formfaktoren - angefangen vom klassischen Candybar-Handy über Messaging-Smartphones mit ausziehbarer Qwertz-Tastatur bis hin zu reinen Touchscreen-Devices.

Daneben haben sich aber schon heute Anbieter wie Good Technology, MobileIron, Sybase oder Ubitexx auf den BYOD-Trend eingestellt. So gibt es am Markt bereits einige Mobile-Device-Management-Lösungen, mit denen sich Smartphones und Tablets plattformübergreifend verwalten sowie Netzwerk- und Sicherheitseinstellungen einrichten lassen - zumindest was die wichtigsten Mobile-Betriebssysteme anbelangt.