Gekürzte Fördermittel hemmen Unternehmerlust
Weniger Geld, weniger Gründungen
Datum:06.02.2013
Autor(en):Hans Königes
URL: http://www.computerwoche.de/2532014
Der Weg zum eigenen Unternehmen ist steil. Wenn die Fördermittel ausbleiben, trauen sich noch weniger, ein eigenes Unternehmen zu gründen.
Die Gründungslust ist in Deutschland niedrig - verglichen mit anderen Ländern.
Foto: alphaspirit/Fotolia.com
Der Unternehmergeist erfasst immer weniger Bundesbürger: Im vorigen Jahr sank die Zahl der Neugründungen laut Deutschem Industrie- und Handelstag um acht Prozent. Der erschwerte Zugang zu staatlichen Fördermitteln ist ein Grund für den Rückgang der Existenzgründungen. Hinzu kommt besonders in Deutschland aber auch die Befürchtung, dass der Erfolg ausbleibt. Die Angst zu scheitern nennen 58 Prozent der Deutschen als große Hürde auf dem Weg zur Selbständigkeit. Nirgendwo in Europa ist diese Angst so verbreitet wie in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt der "European Entrepreneurship Report 2012" des Direktvertriebsunternehmens Amway.
[Hinweis auf Bildergalerie: Startup-Standorte im Vergleich] gal1
"Gesunder Selbstzweifel kann nicht schaden, denn die Selbständigkeit eignet sich nicht für jeden", meint Attilio Berni, Geschäftsführer des Projektvermittlers Experis. "Doch wenn es an Aufträgen mangelt, liegt das vor allem am Anfang daran, dass die Existenzgründer1 sich keine professionelle Unterstützung für die Akquise holten. Es gäbe Projektvermittler, die ihre Unternehmensnetzwerke kostenlos zur Verfügung stellten. So sparen freiberufliche Experten2 Geld und Zeit für den Vertrieb ein und könnten sich voll und ganz auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren."
Mehr Tipps für Gründer:
-
Starthilfe für IT-Startups3
-
Das Wichtigste zur Unternehmergesellschaft4
-
Worüber Selbständige stolpern5
Links im Artikel:
1 http://www.computerwoche.de/schwerpunkt/Gruender2 http://www.computerwoche.de/p/freiberufler,541
3 http://www.computerwoche.de/a/starthilfe-fuer-it-startups,1938476
4 http://www.computerwoche.de/a/das-wichtigste-zur-unternehmergesellschaft,2370925
5 http://www.computerwoche.de/a/worueber-selbstaendige-stolpern,2524767
Bildergalerien im Artikel:
gal1 Startup-Standorte im Vergleich
Die zwanzig besten Startup-Standorte
Das Silicon Valley bietet die besten Voraussetzungen für Firmengründer. Vor allem die Finanzierungsmöglichkeiten sind hier so reichhaltig wie in keiner anderen Region. Doch weltweit gibt es viele Metropolen, die Startups sehr gute Voraussetzungen dafür bieten, ihr Geschäft zu gründen und Lösungen bis zur Marktreife zu bringen.
Foto: andrea michele piacquadio, Shutterstock.com
Platz 1: Silicon Valley
- Das verfügbare Investitionskapital liegt um 32 Prozent über dem Durchschnitt aller betrachteten Startup-Regionen.
- Es gibt übermäßig viele Mentoren.
- Viele Entrepreneurs haben schon mehrere Firmen gegründet.
- Die Softwareentwickler nutzen bevorzugt Ruby und meiden häufiger .Net.
- Beratung ist kein sonderlich beliebtes Geschäftsmodell.
- Die Neugründungen setzen häufiger als andere auf Mietmodelle für ihre Einnahmen.
Startup-Beispiele: Google, Apple, Facebook, Twitter, Quora, AirBnb
Foto: Elf, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 2: Tel Aviv
- Es gibt kaum Probleme in der Finanzierung.
- Zumeist geben Business-Angels Hilfestellung, verglichen mit Silicon Valley sind es weniger oft Familienmitglieder und Freunde.
- Die Gründer sind sehr ambitioniert.
Startup-Beispiele: Mirabilies, Babylon, SunDisk, Jajah, Fring, Waze
Foto: Berthold Werner, Public Domain, Wikimedia Commons
Platz 3: Los Angeles
- Die Herausforderungen liegen in der Kundenakquise, in der Produktentwicklung und im Team-Building.
- Die Gründer sind mit durchschnittlich 38,1 Jahren älter als die in Silicon Valley, wo die Meisten ihre Firmen mit rund 34 Jahren starten.
- Es gibt viele Web-Startups, aber vergleichsweise weniger Firmen, die sich dem Mobile-Geschäft widmen.
Startup-Beispiele: ShoeDazzle, Factual, Omaze, Beachmint, CapLinked
Foto: Diliff, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 4: Seattle
Ohne Detailanalyse
Foto: Daniel Schwen, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 5: New York City
- NYC beherbergt das weltweit zweitgrößte Ökosystem für Startups.
- Die Region zieht besonders viele Gründerinnen an, rund ein Fünftel aller Entrepreneurs sind weiblich.
- Die jungen Firmen streben besonders früh die Monetarisierung ihrer Innovationen an.
- Vergleichen mit dem Silicon Valley gibt es weniger Töpfe mit Startkapital.
- Die Firmenlenker in New York City scheuen häufiger als ihre Pendants in Kalifornien davor zurück, sich voll und ganz auf ihr Unternehmen zu konzentrieren, bevor es marktreife Lösungen vorweisen kann.
Startup-Beispiele: Foursquare, Tumblr, Etsy, Meetup, Bit.ly, Fab, Kayak
Foto: Beboy/Fotolia.de
Platz 6: Boston
- Die Gründer in Boston sind besser ausgebildet, die Hälfte kann einen Uni-Abschluss vorweisen
- Sie sind in der Regel erfahren, weil sie den Markt bereits kennen, in dem sie ihre Firma an den Start bringen.
- Ihre Motivation ist anders als die der kalifornischen Peer-Group, sie ist etwas zurückhaltender: Gründer in Boston streben keine vollständige Wende und keinen Reichtum in ihrem Leben an, sie wollen auch weniger häufig die Welt verändern.
- Die Adaption neuer Techniken ist weniger ausgeprägt: In der Softwareentwicklung vertrauen sie häufiger auf PHP sowie.NET und seltener auf Ruby on Rails und Python.
- Die Startups konzentrieren sich mehr auf mobile Apps.
Startup-Beispiele: Formlabs, Runkeeper, EchoNest, Vertica
Foto: Nelson48, Public Domain, Wikimedia Commons
Platz 7: London
- Auch in London entstehen sehr viele Jobs durch die starke Gründerszene.
- Die Entrepeneurs arbeiten mit durchschnittlich 9.78 Stunden pro Tag fast so viel wie die Vergleichsgruppe im Silicon Valley (9.95 Stunden pro Tag).
- Ihre Geschäftsmodelle zielen auf Einnahmen durch Miete, Abonnement, Werbung und Lizenzgebühren.
- Kapitalgeber sind oft Business-Angels und Venture-Capital-Gesellschaften.
- Die neuen Firmen haben relativ selten das Mobility-Geschäft im Blick.
Startup-Beispiele: Tweetdeck, Moshi Monsters, Wonga, Autonomy, Moo.com
Foto: Mewiki, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 8: Toronto
- Die Ausbildung ist vergleichsweise dürftig, nur 31 Prozent haben die Uni mit Abschluss verlassen.
- Die Gründer sind sehr ehrgeizig, so wollen großartige Produkte entwerfen und die Welt verändern.
- Dazu steigen sie schon in einer sehr frühen Phase Vollzeit in das Startup-Leben ein.
- Ihr Arbeitstag ist relativ kurz (8.69 Stunden).
- Die Finanzierung ihrer Vorhaben ist sehr schwierig, es gibt wenige Kapitalgeber.
- Insgesamt entstehen weniger Jobs als im Silicon Valley.
Foto: Martin St-Amant, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 9: Vancouver
- In Vancouver stehen sehr viele Gründer mit ausgezeichneter Ausbildung sehr vielen Entrepeneurs mit gar keiner Ausbildung gegenüber.
- In Segmenten wie Arbeitszeiten, potenzielle Marktgröße, Affinität zu technischen Neuerungen und Ökosystem ist die Szene in Vancouver vergleichbar mit der in Silicon Valley.
- Die Finanzierungsmöglichkeiten sind indes deutlich schwächer ausgeprägt.
Startup-Beispiele: Flickr, Summify, Unbounce, PayrollHero, MediaCore
Foto: Thom Quine, CC-BY-SA 2.0/us, Wikimedia Commons
Platz 9: Chicago
Ohne Detailanalyse
Foto: J. Crocker, Public Domain, Wikimedia Commons
Platz 11: Paris
- Die Pariser haben fast alle einen Hochschulabschluss und sind ähnlich ambitioniert wie die kalifornischen Unternehmensgründer.
- Sie arbeiten schon in einer frühen Phase Vollzeit für ihre Startups, und zwar fast zehn Stunden täglich (9.88 Stunden pro Tag).
- Auch in Paris gibt es weniger Geldtöpfe.
- Die Entrepreneurs klonen gerne bewährte Geschäftsmodelle.
- Viele wollen herausragende Produkte entwickeln, doch die Welt verändern – das liegt ihnen nicht zwingend am Herzen.
Startup-Beispiele: Stupeflix, Kwaga, Appsfire, Hypios
Foto: Armin Hornung, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 12: Sidney
- Die jungen Unternehmen in der australischen Metropole lassen gerne Entwickeln und lagern Arbeiten häufiger aus.
- Weil Kapitalgeber seltener sind, springen häufiger Freunde, Familienmitglieder und Inkubatoren ein.
- Die Startups beschäftigen weniger Mitarbeiter.
- Ihre Lösungen adressieren weniger den Privatkundenmarkt, häufiger zielen sie auf mittelständische Anwender.
- Im Silicon Valley gibt es etwa ein Fünftel mehr Seriengründungen als in Sidney.
Startup-Beispiele: Atlassian, Spreets, Freelancer.com, Wooboard, Pygg,BigCommerce
Foto: Ralf Pfeifer, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 13: São Paulo
- Die durchschnittliche Ausbildung ist vergleichbar mit der Gründerszene in Silicon Valley, gleiches gilt für den positiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt.
- Die brasilianischen Gründer wollen neue Märkte erschließen, an Nischenmärkten zeigen sie weniger Interesse.
- Die Finanzierungslücke ist erheblich.
- Das erstrebenswerte Erlösmodell ihrer Neugründung basiert weniger häufig auf Abonnements und Werbeeinahmen, dafür aber häufiger auf Transkations- und Lizenzgebühren.
Startup-Beispiele: Peixe Urbano, Dafiti, Kekanto, NetShoes, Descomplica
Foto: Silvio Tanaka, CC-BY-SA 2.0/us, Wikimedia Commons
Platz 14: Moskau
- Die Gründer in Moskau haben mehr Master-Abschlüsse als die im Silicon Valley.
- Die Startups sind beständiger.
- Sie verfolgen einen gesunden Mix aus diversen Einnahmequellen.
- Die Finanzierung erforderlicher Startinvestitionen ist schwierig, oft helfen Freunde und Verwandte aus.
Startup-Beispiele: Yandex, Ozon, Mail.ru, Abbyy and Kaspersky, Hipway, Zingaya
Foto: Bradmoscu, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 15: Berlin
- Berliner Startups streben eine frühe Monetarisierung ihrer Lösungen an.
- Die Berliner Gründer sind durchschnittlich schlechter ausgebildet als die im Silicon Valley, nur rund die Hälfte hat einen Hochschulabschluss.
- Sie sind sehr ehrgeizig, über die Hälfte der Befragten wollen überragende Produkte entwickeln.
- Allerdings arbeiten sie dazu etwas weniger als ihre kalifornischen Pendants (9,18 Stunden je Tag).
- Sehr viele entscheiden sich sehr früh dafür, das Startup zu ihrem Vollzeit-Job zu machen.
- Auch in Berlin gibt es gegenüber dem Silicon Valley Nachteile hinsichtlich der Finanzierung.
Startup-Beispiele: Soundcloud, Gidsy, EyeEm, Amen, Readmill
Foto: Bleppo, Public Domain, Wikimedia Commons
Platz 16: Waterloo (Kanada)
- Die Gründer im kanadischen Waterloo arbeiten unter ähnlichen Voraussetzungen wie die Entrepeneurs im Silicon Valley. Die Bedingungen hinsichtlich adressierbarer Markt, Kundenakquise, Produktentwicklung und Team-Building sind vergleichbar.
- Auch Motivation und Arbeitszeiten sind ähnlich.
- Silicon Valley hat bessere Voraussetzungen in der Finanzierung.
- In Waterloo entstehen weniger Jobs aus der Startup-Szene.
Startup-Beispiele: RIM, TribeHR, Top Hat Monocle
Foto: Area256, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 17: Singapur
- Auch in Singapur ist die Finanzierung weniger ausgeprägt.
- Es stehen weniger Business Angels und Risikokapitalgeber bereit.
- Die Gründer finanzieren sich daher häufiger selbst oder vertrauen auf Inkubatoren.
- Die schwierige Finanzierung hat zufolge, dass es weniger Seriengründungen gibt.
Startup-Beispiele: Mig33, Viki, Zopim, Bubble Motion, Buzz City, Tencube
Foto: RoB, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 18: Melbourne
- Die Startups in Melbourne haben es nicht so eilig mit dem Geldverdienen.
- Die Gründer sind weniger gut ausgebildet und arbeiten fast so lange wie ihre Pendants in Kalifornien (9,8 Stunden pro Tag).
- Sie starten mit Berufserfahrung in einem Markt, den sie kennen.
- Anfangs scheuen sie davor zurück, das Startup zu ihrer Hauptbeschäftigung zu machen.
Startup-Beispiele: Sitepoint, 99designs, Redbubble, Retailmenot, Scoopon
Foto: DAVID ILIFF, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 19: Bangalore
- Kein Gründer im indischen Bangalore kopiert ein bereits bewährtes Geschäftsmodell.
- Häufiges Ziel der jungen Unternehmen ist es, hervorragende Produkte zu schaffen.
- Dafür arbeiten die Entrepreneurs sehr viel, durchschnittlich sind es 10,86 Stunden pro Tag.
- Dennoch sind sie insgesamt weniger ambitioniert als die kalifornischen Gründer.
Startup-Beispiele: Flipkart, Tally, Zoho , Make my Trip, hungama
Foto: Amol.Gaitonde, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 20: Santiago (Chile)
- Die chilenische Regierung fördert die Startup-Szene, daher gibt es viele ambitionierte Neugründungen in Santiago. Das Programm zieht Entrepreneurs aus aller Welt an.
- Dennoch gibt es Finanzierungslücken.
- Geldgeber kommen oft aus dem persönlichen Umfeld der Gründer.
- Der adressierbare Markt ist vergleichsweise klein.
- Die Gründer arbeiten relativ wenig, in der Regel sind es 8,76 Stunden pro Tag.
Startup-Beispiele: AgentPiggy, QuantConnect, Glazeon, Kuotos
Foto: Éric Depagne, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Die zwanzig besten Startup-Standorte
Das Silicon Valley bietet die besten Voraussetzungen für Firmengründer. Vor allem die Finanzierungsmöglichkeiten sind hier so reichhaltig wie in keiner anderen Region. Doch weltweit gibt es viele Metropolen, die Startups sehr gute Voraussetzungen dafür bieten, ihr Geschäft zu gründen und Lösungen bis zur Marktreife zu bringen.
Foto: andrea michele piacquadio, Shutterstock.com
Platz 1: Silicon Valley
- Das verfügbare Investitionskapital liegt um 32 Prozent über dem Durchschnitt aller betrachteten Startup-Regionen.
- Es gibt übermäßig viele Mentoren.
- Viele Entrepreneurs haben schon mehrere Firmen gegründet.
- Die Softwareentwickler nutzen bevorzugt Ruby und meiden häufiger .Net.
- Beratung ist kein sonderlich beliebtes Geschäftsmodell.
- Die Neugründungen setzen häufiger als andere auf Mietmodelle für ihre Einnahmen.
Startup-Beispiele: Google, Apple, Facebook, Twitter, Quora, AirBnb
Foto: Elf, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 2: Tel Aviv
- Es gibt kaum Probleme in der Finanzierung.
- Zumeist geben Business-Angels Hilfestellung, verglichen mit Silicon Valley sind es weniger oft Familienmitglieder und Freunde.
- Die Gründer sind sehr ambitioniert.
Startup-Beispiele: Mirabilies, Babylon, SunDisk, Jajah, Fring, Waze
Foto: Berthold Werner, Public Domain, Wikimedia Commons
Platz 3: Los Angeles
- Die Herausforderungen liegen in der Kundenakquise, in der Produktentwicklung und im Team-Building.
- Die Gründer sind mit durchschnittlich 38,1 Jahren älter als die in Silicon Valley, wo die Meisten ihre Firmen mit rund 34 Jahren starten.
- Es gibt viele Web-Startups, aber vergleichsweise weniger Firmen, die sich dem Mobile-Geschäft widmen.
Startup-Beispiele: ShoeDazzle, Factual, Omaze, Beachmint, CapLinked
Foto: Diliff, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 4: Seattle
Ohne Detailanalyse
Foto: Daniel Schwen, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 5: New York City
- NYC beherbergt das weltweit zweitgrößte Ökosystem für Startups.
- Die Region zieht besonders viele Gründerinnen an, rund ein Fünftel aller Entrepreneurs sind weiblich.
- Die jungen Firmen streben besonders früh die Monetarisierung ihrer Innovationen an.
- Vergleichen mit dem Silicon Valley gibt es weniger Töpfe mit Startkapital.
- Die Firmenlenker in New York City scheuen häufiger als ihre Pendants in Kalifornien davor zurück, sich voll und ganz auf ihr Unternehmen zu konzentrieren, bevor es marktreife Lösungen vorweisen kann.
Startup-Beispiele: Foursquare, Tumblr, Etsy, Meetup, Bit.ly, Fab, Kayak
Foto: Beboy/Fotolia.de
Platz 6: Boston
- Die Gründer in Boston sind besser ausgebildet, die Hälfte kann einen Uni-Abschluss vorweisen
- Sie sind in der Regel erfahren, weil sie den Markt bereits kennen, in dem sie ihre Firma an den Start bringen.
- Ihre Motivation ist anders als die der kalifornischen Peer-Group, sie ist etwas zurückhaltender: Gründer in Boston streben keine vollständige Wende und keinen Reichtum in ihrem Leben an, sie wollen auch weniger häufig die Welt verändern.
- Die Adaption neuer Techniken ist weniger ausgeprägt: In der Softwareentwicklung vertrauen sie häufiger auf PHP sowie.NET und seltener auf Ruby on Rails und Python.
- Die Startups konzentrieren sich mehr auf mobile Apps.
Startup-Beispiele: Formlabs, Runkeeper, EchoNest, Vertica
Foto: Nelson48, Public Domain, Wikimedia Commons
Platz 7: London
- Auch in London entstehen sehr viele Jobs durch die starke Gründerszene.
- Die Entrepeneurs arbeiten mit durchschnittlich 9.78 Stunden pro Tag fast so viel wie die Vergleichsgruppe im Silicon Valley (9.95 Stunden pro Tag).
- Ihre Geschäftsmodelle zielen auf Einnahmen durch Miete, Abonnement, Werbung und Lizenzgebühren.
- Kapitalgeber sind oft Business-Angels und Venture-Capital-Gesellschaften.
- Die neuen Firmen haben relativ selten das Mobility-Geschäft im Blick.
Startup-Beispiele: Tweetdeck, Moshi Monsters, Wonga, Autonomy, Moo.com
Foto: Mewiki, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 8: Toronto
- Die Ausbildung ist vergleichsweise dürftig, nur 31 Prozent haben die Uni mit Abschluss verlassen.
- Die Gründer sind sehr ehrgeizig, so wollen großartige Produkte entwerfen und die Welt verändern.
- Dazu steigen sie schon in einer sehr frühen Phase Vollzeit in das Startup-Leben ein.
- Ihr Arbeitstag ist relativ kurz (8.69 Stunden).
- Die Finanzierung ihrer Vorhaben ist sehr schwierig, es gibt wenige Kapitalgeber.
- Insgesamt entstehen weniger Jobs als im Silicon Valley.
Foto: Martin St-Amant, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 9: Vancouver
- In Vancouver stehen sehr viele Gründer mit ausgezeichneter Ausbildung sehr vielen Entrepeneurs mit gar keiner Ausbildung gegenüber.
- In Segmenten wie Arbeitszeiten, potenzielle Marktgröße, Affinität zu technischen Neuerungen und Ökosystem ist die Szene in Vancouver vergleichbar mit der in Silicon Valley.
- Die Finanzierungsmöglichkeiten sind indes deutlich schwächer ausgeprägt.
Startup-Beispiele: Flickr, Summify, Unbounce, PayrollHero, MediaCore
Foto: Thom Quine, CC-BY-SA 2.0/us, Wikimedia Commons
Platz 9: Chicago
Ohne Detailanalyse
Foto: J. Crocker, Public Domain, Wikimedia Commons
Platz 11: Paris
- Die Pariser haben fast alle einen Hochschulabschluss und sind ähnlich ambitioniert wie die kalifornischen Unternehmensgründer.
- Sie arbeiten schon in einer frühen Phase Vollzeit für ihre Startups, und zwar fast zehn Stunden täglich (9.88 Stunden pro Tag).
- Auch in Paris gibt es weniger Geldtöpfe.
- Die Entrepreneurs klonen gerne bewährte Geschäftsmodelle.
- Viele wollen herausragende Produkte entwickeln, doch die Welt verändern – das liegt ihnen nicht zwingend am Herzen.
Startup-Beispiele: Stupeflix, Kwaga, Appsfire, Hypios
Foto: Armin Hornung, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 12: Sidney
- Die jungen Unternehmen in der australischen Metropole lassen gerne Entwickeln und lagern Arbeiten häufiger aus.
- Weil Kapitalgeber seltener sind, springen häufiger Freunde, Familienmitglieder und Inkubatoren ein.
- Die Startups beschäftigen weniger Mitarbeiter.
- Ihre Lösungen adressieren weniger den Privatkundenmarkt, häufiger zielen sie auf mittelständische Anwender.
- Im Silicon Valley gibt es etwa ein Fünftel mehr Seriengründungen als in Sidney.
Startup-Beispiele: Atlassian, Spreets, Freelancer.com, Wooboard, Pygg,BigCommerce
Foto: Ralf Pfeifer, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 13: São Paulo
- Die durchschnittliche Ausbildung ist vergleichbar mit der Gründerszene in Silicon Valley, gleiches gilt für den positiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt.
- Die brasilianischen Gründer wollen neue Märkte erschließen, an Nischenmärkten zeigen sie weniger Interesse.
- Die Finanzierungslücke ist erheblich.
- Das erstrebenswerte Erlösmodell ihrer Neugründung basiert weniger häufig auf Abonnements und Werbeeinahmen, dafür aber häufiger auf Transkations- und Lizenzgebühren.
Startup-Beispiele: Peixe Urbano, Dafiti, Kekanto, NetShoes, Descomplica
Foto: Silvio Tanaka, CC-BY-SA 2.0/us, Wikimedia Commons
Platz 14: Moskau
- Die Gründer in Moskau haben mehr Master-Abschlüsse als die im Silicon Valley.
- Die Startups sind beständiger.
- Sie verfolgen einen gesunden Mix aus diversen Einnahmequellen.
- Die Finanzierung erforderlicher Startinvestitionen ist schwierig, oft helfen Freunde und Verwandte aus.
Startup-Beispiele: Yandex, Ozon, Mail.ru, Abbyy and Kaspersky, Hipway, Zingaya
Foto: Bradmoscu, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 15: Berlin
- Berliner Startups streben eine frühe Monetarisierung ihrer Lösungen an.
- Die Berliner Gründer sind durchschnittlich schlechter ausgebildet als die im Silicon Valley, nur rund die Hälfte hat einen Hochschulabschluss.
- Sie sind sehr ehrgeizig, über die Hälfte der Befragten wollen überragende Produkte entwickeln.
- Allerdings arbeiten sie dazu etwas weniger als ihre kalifornischen Pendants (9,18 Stunden je Tag).
- Sehr viele entscheiden sich sehr früh dafür, das Startup zu ihrem Vollzeit-Job zu machen.
- Auch in Berlin gibt es gegenüber dem Silicon Valley Nachteile hinsichtlich der Finanzierung.
Startup-Beispiele: Soundcloud, Gidsy, EyeEm, Amen, Readmill
Foto: Bleppo, Public Domain, Wikimedia Commons
Platz 16: Waterloo (Kanada)
- Die Gründer im kanadischen Waterloo arbeiten unter ähnlichen Voraussetzungen wie die Entrepeneurs im Silicon Valley. Die Bedingungen hinsichtlich adressierbarer Markt, Kundenakquise, Produktentwicklung und Team-Building sind vergleichbar.
- Auch Motivation und Arbeitszeiten sind ähnlich.
- Silicon Valley hat bessere Voraussetzungen in der Finanzierung.
- In Waterloo entstehen weniger Jobs aus der Startup-Szene.
Startup-Beispiele: RIM, TribeHR, Top Hat Monocle
Foto: Area256, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 17: Singapur
- Auch in Singapur ist die Finanzierung weniger ausgeprägt.
- Es stehen weniger Business Angels und Risikokapitalgeber bereit.
- Die Gründer finanzieren sich daher häufiger selbst oder vertrauen auf Inkubatoren.
- Die schwierige Finanzierung hat zufolge, dass es weniger Seriengründungen gibt.
Startup-Beispiele: Mig33, Viki, Zopim, Bubble Motion, Buzz City, Tencube
Foto: RoB, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 18: Melbourne
- Die Startups in Melbourne haben es nicht so eilig mit dem Geldverdienen.
- Die Gründer sind weniger gut ausgebildet und arbeiten fast so lange wie ihre Pendants in Kalifornien (9,8 Stunden pro Tag).
- Sie starten mit Berufserfahrung in einem Markt, den sie kennen.
- Anfangs scheuen sie davor zurück, das Startup zu ihrer Hauptbeschäftigung zu machen.
Startup-Beispiele: Sitepoint, 99designs, Redbubble, Retailmenot, Scoopon
Foto: DAVID ILIFF, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 19: Bangalore
- Kein Gründer im indischen Bangalore kopiert ein bereits bewährtes Geschäftsmodell.
- Häufiges Ziel der jungen Unternehmen ist es, hervorragende Produkte zu schaffen.
- Dafür arbeiten die Entrepreneurs sehr viel, durchschnittlich sind es 10,86 Stunden pro Tag.
- Dennoch sind sie insgesamt weniger ambitioniert als die kalifornischen Gründer.
Startup-Beispiele: Flipkart, Tally, Zoho , Make my Trip, hungama
Foto: Amol.Gaitonde, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
Platz 20: Santiago (Chile)
- Die chilenische Regierung fördert die Startup-Szene, daher gibt es viele ambitionierte Neugründungen in Santiago. Das Programm zieht Entrepreneurs aus aller Welt an.
- Dennoch gibt es Finanzierungslücken.
- Geldgeber kommen oft aus dem persönlichen Umfeld der Gründer.
- Der adressierbare Markt ist vergleichsweise klein.
- Die Gründer arbeiten relativ wenig, in der Regel sind es 8,76 Stunden pro Tag.
Startup-Beispiele: AgentPiggy, QuantConnect, Glazeon, Kuotos
Foto: Éric Depagne, CC-BY-SA 3.0, Wikimedia Commons
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