Collaboration-Programme im Test
Es muss nicht immer Exchange sein
Datum:07.02.2013
Autor(en):Andrej Radonic
URL: http://www.computerwoche.de/1927948
Ein Vergleich von sechs Collaboration-Alternativen zu Microsofts Exchange und Outlook.
Echte Alternativen zu Exchange und Outlook sind gefragter denn je.
Foto: fotolia.com/lassedesignen
Trotz der Marktführerschaft Microsofts1 in Sachen E-Mail2-Infrastruktur sind echte Alternativen zu Exchange3 und Outlook4 gefragter denn je, denn auch die neuesten Versionen5 konnten Exchange einige notorische Nachteile nicht abgewöhnen. So ist der Mail-Server ein ressourcenhungriges System und gilt aufgrund seiner Komplexität als aufwändig zu administrieren. Ferner sorgt die Lizenzpolitik bei vielen Anwendern für Unmut. Zudem setzt das Produkt auf eine Reihe proprietärer Techniken (PST-Format, MAPI-Interface) und stellt obendrein die Groupware6-Funktionen ausschließlich mit Outlook als Client zur Verfügung. Gerade kleinere Unternehmen sehen sich durch den Wegfall des Microsoft SBS-Servers neuerdings außerdem höheren Lizenzkosten für Exchange gegenüber.
Grund genug, sich mit der Phalanx von Wettbewerbern mit ihren alternativen Ansätzen und Techniken zu beschäftigen.
Outlook-Anwender im Visier
Diese locken mit günstigeren Preisen, niedrigeren Gesamtkosten, oftmals kostenfreien Editionen, einem üppigen Funktionsumfang und viel Flexibilität bei Betrieb, Lizenzierung und Integration in die eigene Landschaft. Vor allem aber versprechen sie, Outlook-Anwender, die über 70 Prozent der Mail-User in Unternehmen ausmachen, nahtlos zu integrieren und die gewohnten Funktionen transparent zur Verfügung zu stellen. Auch die offenen Schnittstellen, plattformunabhängige Client-Unterstützung bis hin zu Mobilgeräten und innovative Erweiterungsfunktionen sind wichtige Pluspunkte. Mail, Directory-Integration und flexible Schnittstellen bilden seit jeher eine Domäne von Open-Source-Lösungen, und so überrascht es nicht, dass die meisten Groupware- und Collaboration-Produkte aus dem Lager der quelloffenen Software stammen, wobei in allen Fällen eine kommerzielle Produktlinie inklusive kostenpflichtiger Supportleistungen etabliert ist.
Alle hier vorgestellten Groupware-Server arbeiten unabhängig von einer bestimmten System- oder MS Office-Version, unterstützen andere Client-Lösungen als Outlook und lassen sich mit Bordmitteln sichern. Die Systeme beherrschen alle Standardprotokolle wie SMTP7, Imap8 und POP39. Benutzer können sie lokal verwalten oder sich in ein bestehendes LDAP10- oder Active-Directory11 einklinken. Alle getesteten Produkte unterstützen zudem Microsofts ActiveSync12-Protokoll, um Daten mit Smartphones abzugleichen.
Allgemeiner Funktionsumfang
Dabei bilden die Lösungen einen zumeist enormen Funktionsumfang ab, um den gängigen Anforderungen von Anwendern und Administratoren gerecht zu werden. Denn von Mail- und Groupware-Systemen wird viel verlangt. Für den Administrator müssen sie skalierbar sein, sich nahtlos und sicher in das Netz einfügen, allen Viren- und Spam-Attacken trotzen und gut administrierbar sein. Den Ton geben jedoch vor allem die Anwender an. Sie sind verwöhnt durch die Universalität des Internets und ständige Verfügbarkeit von Cloud-Diensten sowie von banalen Anwendungen wie gängigen Web-Mailern. Ihre Ansprüche entsprechen einer zunehmend durch Mobilität, Home Offices und leistungsfähige mobile Endgeräte geprägten Arbeitswelt.
Im Kern bieten alle gängigen Produkte mindestens diese Funktionsfelder:
-
E-Mails, Kontakte und Aufgaben im Team nutzen;
-
gemeinsam Termine planen und Ressourcen reservieren;
-
weitergehende Verwaltungsoptionen wie zum Beispiel Vertretungsregeln;
-
Push-Mail und Synchronisation von E-Mails, Kontakten, Terminen und Aufgaben mit mobilen Geräten (iPhone13, Blackberry14, Windows Phone15).
Bei der Systemauswahl sollten sich Verantwortliche genau überlegen, welche Funktionen sie benötigen, da die Produkte zwar ein ähnliches Spektrum abdecken, ihre Schwerpunkte aber unterschiedlich setzen. Zentrale Fragen sind dabei: Geht es vorwiegend um einen komfortablen Mail-Client? Sind Groupware-Funktionen wie Kalender und Aufgabenverwaltung wichtig? Wie sind die Anforderungen in Bezug auf die Anbindung mobiler Endgeräte? Welche Zusatzkomponenten wie Antivirus- oder Spam-Filter müssen zu welchen Kosten erworben werden? Habe ich den Anspruch, über das System Unified Communications abzubilden?
Klar ist dabei auch: Aufgrund der komplexen Aufgabenstellung sind alternative Programme nicht unbedingt einfacher zu implementieren und zu administrieren als Microsoft Exchange. Aber für Verantwortliche bestehen mit ihnen interessante Auswahlmöglichkeiten, um in Hinblick auf die eigenen Anforderungen die passende Lösung zu finden.
[Hinweis auf Bildergalerie: Es muss nicht immer Exchange sein] gal1
Trends bei Groupware-Lösungen
Mehrere Trends sind bei den marktführenden Systemen in den letzten Jahren zu beobachten:
-
Die Outlook-Unterstützung steht im Mittelpunkt und ist bei allen Wettbewerbern in etwa gleicher Güte umgesetzt.
-
Die alternativen Web-GUIs der Produkte werden immer besser, da ihre Bedeutung zunimmt.
-
Die durchgehende und sichere Unterstützung mobiler Endgeräte wie Smartphones wird immer wichtiger.
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Es gibt einen zunehmenden Trend zum Komplettsystem. Dazu gehören zum Beispiel integrierte Lösungen für zentrale Mail-Archivierung, aber auch Backup/Restore sowie integrierte Spam- und Virenabwehr.
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Der Integration in Legacy-Applikationen wie ERP-Systeme, CRM und CMS kommt eine große Bedeutung zu.
-
Die Messaging-Plattform wird - je nach Produkt - zur Basis für Unified Communications: jeder User kann über jeden Kommunikationskanal - inklusive Social Media und Internet-Telefonie - über eine zentrale Adresse erreicht werden.
Zimbra
Die Zimbra Web-GUI ist übersichtlich und intuitiv bedienbar.
Foto: Andrej Radonic
Die Softwareschmiede Zimbra16, die inzwischen zu VMware gehört, machte bereits vor Jahren durch die gelungene Nachbildung von Outlook in einer Ajax-Web-Oberfläche von sich reden und war damit einer der Ajax-Pioniere. Mit selbst vermeldeten 70 Mio. Mailboxen gehört die Softwareschmiede zu den großen Anbietern. Da der "Zimbra Collaboration Server" (ZCS) aus dem Open-Source-Lager kommt, gibt es von ihr eine quelloffene Community-Edition zum Download (deutschsprachiges Zimbra-Forum17). Diese ist kostenfrei, aber auch funktionsreduziert. So erhalten volle MAPI-Unterstützung mit dem "Zimbra Outlook Connector" nur die Käufer der kommerziellen Standard- und Professional-Edition oder der SaaS-Version.
Die zentralen Server-Komponenten sind in Java realisiert. Das Dateisystem des Linux-Servers dient dabei der Mail-Speicherung (je Message eine Datei), wobei eine eingebettete MySQL18-Datenbank für die Verwaltung der anfallenden Metadaten sorgt. Als weitere Open-Source-Pakete kommen unter anderem Apache Tomcat und Postfix19 als MTA zum Einsatz. Das Ganze ist als Komplettsystem gebündelt, so dass der Administrator sich bei Installation und Administration im Regelfall nicht um die einzelnen Programme kümmern muss.
ZCS läuft unter Red Hat20 und Suse Enterprise Linux21 sowie unter Debian22, Fedora23, Mandriva24 und Ubuntu25. Zudem ist es als vSphere VM-Appliance verfügbar.
Zimbra auf dem iPhone.
Zimbras Web-Oberfläche sucht nach wie vor ihresgleichen: Sehr übersichtlich, bis ins Detail durchdacht und das volle Potenzial von Ajax nutzend, lässt sie den Benutzer schnell vergessen, dass er keine Desktop-Applikation vor sich hat. Gleichzeitig transportiert sie einen extrem großen Funktionsumfang und vernetzt sehr weitläufig die einzelnen Programmkomponenten miteinander, so dass die Summe der Anwendungsmöglichkeiten weit mehr als eine bloße Groupware bietet. Als eine der wenigen Lösungen liefert Zimbra auch eine ausgereifte und gut funktionierende Suchfunktion.
Dabei werden praktisch alle heute gängigen Clients unterstützt: Neben der gut gelungenen Outlook-Anbindung greifen zum Beispiel iPhones auf eine speziell optimierte Oberfläche zu. Für andere Smartphones und Mobilgeräte gibt es eine vereinfachte Web-Oberfläche. Der "Zimbra Desktop" bietet eine alternative Möglichkeit für Linux-, Mac- und Windows-Desktops, Zimbra und andere Mail-Portale zu nutzen. Darüber hinaus steht den kommerziellen Usern auch ActiveSync zum Abgleich von Daten aus dem Zimbra-Portal mit entsprechenden Endgeräten zur Verfügung.
Dem OpenSource-Gedanken folgend, verfügt das Zimbra-System über diverse offene Schnittstellen. Eine Besonderheit stellen die Zimlets dar: Kleine Applikationen, die als Plug-in installiert werden und sowohl Usern als auch Administratoren zusätzliche Funktionen bereitstellen, zum Beispiele eine WebEx-Anbindung oder Social Media Integration.
Seit Version 8 ist es möglich, Unified Communications Lösungen diverser Anbieter wie Cisco und Mitel zu integrieren, darunter Funktionen für Click-to-Call, Instant Messaging sowie Voicemail. Eine offene API kann dabei für weitere Anbindungen genutzt werden.
Architektur und Funktionsumfang machen Zimbra zu einem eher komplexen System mit recht hohen Hardwareanforderungen, das jedoch aufgrund der Kapselung aller Dienste sowie des hervorragenden Administrator-GUI trotzdem gut zu verwalten ist. Eine Archivierungslösung ist (aufpreispflichtig) verfügbar, voll integriert bietet sie auch Volltextsuche und Outlook-PST-Dateiimport.
Zimbra - Pro und Contra
+ Gute Outlook-Integration,
+ großer Funktionsumfang,
+ hervorragende Web-Oberfläche; spezielle iPhone-Oberfläche,
+ native Unterstützung für viele mobile Geräte,
+ offene Schnittstellen, gute Erweiterbarkeit,
+ als Appliance (VM) verfügbar,
+ gelungene Administration.
- Relativ hoher Ressourcenbedarf.
Datenblatt Zimbra
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Basis |
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|
Version |
8 |
|
Betriebssysteme |
Network Edition: RHEL 6, SLES 11, Ubuntu 10.04/12.04; Open-Source Edition zusätzlich unter anderem Fedora, Debian, FreeBSD. |
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Varianten |
OpenSource Edition (YPL - Yahoo Public License), Network Standard Edition, Network Professional Edition |
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SaaS-Modell |
Ja |
|
Architektur |
|
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Multiserverfähig |
Ja |
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Mandantenfähigkeit |
Ja |
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Datenbank-Cluster |
Ja |
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ActiveSync |
Ja, reverse engineered |
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Clients |
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|
Webclient |
HTML / Ajax, mehrsprachig, spezielle Variante für mobile Clients, iPhone-optimierte Variante |
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Native Clients |
Outlook1, Apple iCal1, Novell Evolution, POP/IMAP-Clients,CalDAV-Clients, nativer Client (Zimbra Mobile Edition) für Java-Handys, Yahoo! Zimbra Desktop, Zimbra Apple Desktop Connector1 |
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Mobile Clients |
ActiveSync-kompatible PDAs/Smartphones, Nativer Blackberry-Support über Zimbra Connector zu Blackberry Server (BES)1, Zimbra Mobile für OTA-Sync mit Symbian, Palm und Windows Mobile Geräten. |
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E-Mail/Collaboration |
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|
Mailserver (MTA) |
Multidomain, Multi-Server1 |
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Webmail Features (Auszug) |
Rechtschreibkontrolle, Autovervollständigung von Adressen, Message-Threads |
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Outlook-Features |
MAPI-Client1, Öffentliche /private Ordner, Verteilerlisten, Ordnersynchronisierung, Offline-Modus, Abwesenheitsnotiz, Private Termine, Globales Adressbuch |
|
Exchange-Migration |
Migrations-Werkzeug (.pst- und User-Import), auch für Domino, GroupWise, IMAP1 |
|
Kalender (Auszug) |
Free/Busy, Ressourcen, Einladung, Private Termine, Erinnerung, Benachrichtigung, Serientermine, Gruppenkalender |
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Groupware Features (Auszug) |
Kalender, Kontakte, Adressen, Aufgaben, Freigabeordner, Dokumentverwaltung, Dokumentenerstellung (Text, Kalkulation, Präsentation), Instant Messenger |
|
Suche |
Ja, Volltext, auch in Anhängen1 |
|
Synchronisierung |
Mail-Push, MS ActiveSync1, Apple iSync1 |
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Integration |
|
|
Directory-Integration |
LDAP, MS Active Directory |
|
Sicherheit |
SSL, TLS, S/MIME |
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Antivirus/Antispam |
Integriert (ClamAV)/integriert (Spamassassin) |
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Messaging-Standards |
iCal, CalDAV, RSS, Vcard |
|
APIs |
SOAP, REST, Zimlets |
|
Schnittstellen Dritt-Applikationen |
Via Zimlets, z.B. Skype, VoIP, Smartsheet. SugarCRM-Schnittstelle; Server-Schnittstelle zu MS-Exchange |
|
Clusterfähig |
Ja1 |
|
Unified Messaging |
Via API Anbindung existierender Lösunge u.a. für Click-to-Call, Konferenz, Voicemail, Presence, Instant Messaging |
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Archivierung |
Ja2 |
|
Administration |
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Web-GUI |
Ja |
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CLI |
Ja |
|
Backup/Restore |
Ja1, online |
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SNMP |
Ja |
|
Monitoring |
Ja |
|
Skins/Themes |
Ja |
|
Remote Wipe |
Ja |
|
Lokalisation |
15 Sprachen inkl. Deutsch plus Community-Übersetzungen |
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Preise |
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Preise |
Starter Edition: 362,- € für 15 Prof Edition User für 1 Jahr |
Legende: 1 = nur kommerzielle Version 2 = gegen Aufpreis
Open-Xchange
Der Directory Manager von Open-Xchange.
Open-Xchange26 (OX) als einer der wegbereitenden Microsoft-Wettbewerber vereint neben Messaging die Bereiche Terminkalender, Adress-, Aufgaben- und Dokumentenverwaltung in einer umfassenden Produktsuite (Test27-Drive28). Der in Java geschriebene Systemkern wird auf Linux-Systemen betrieben und in unterschiedlichen Editionen vertrieben: von der kostenlosen Community-Edition über die Hosting Edition bis hin zur Server Edition, die auf Wunsch als schlüsselfertiges System auch das Betriebssystem (Univention Corporate Server29, ein Debian-Ableger) mitbringt und aufgrund des integrierten System-Installers eine recht einfache Inbetriebnahme ermöglicht. Die Software ist besonders als SaaS-Lösung weit verbreitet, der Hersteller nennt eine Zahl von 60 Mio. Anwendern Ende 2012 und bezeichnet sich als Marktführer im Bereich Opensource Messaging und Groupware.
Die Kalenderfunktion in Open-Xchange.
Foto: Open-Xchange
Die Benutzeroberfläche basiert inzwischen auf Ajax-Technik und präsentiert sich aufgeräumt und intuitiv bedienbar. Dialoge werden anwenderfreundlich als Layer statt als Popup geöffnet. Die Web-Oberfläche bietet dem Anwender die Wahl zwischen dem umfassenden Standard-Panel und einem platzsparenden Kompakt-Panel. Letzeres stellt häufig genutzte Funktionen prominenter dar und verlagert weniger oft verwendete Funktionen in Untermenüs. Diese Ansichtsvariante dürfte gerade für Poweruser sowie Tablet- und Netbook-Benutzer praktisch sein.
Open-Xchange Startseite.
Foto: Open-Xchange
Während die Server Edition dem Admin nur eine CLI für die Verwaltung an die Hand gibt, bringt die auf UCS basierende Edition OXSE for UCS auch eine Web-GUI mit. Alle Benutzer, Benutzergruppen und Server können damit über eine zentrale Oberfläche einheitlich verwaltet werden. Eine kostenfreie Open-Source Admin-GUI für OX-SE gibt es aus der Community30.
OX liefert einen Funktionsumfang, mit dem auch das Vorbild Microsoft Exchange nicht mithalten kann. Voll integriert ist mit dem Programmteil "Infostore" beispielsweise eine Dokumentenverwaltung. Unter anderem können Anwender Mail-Anhänge mit einem Klick in diese zentrale Dokumentenablage befördern sowie netzweit durch Freigaben Dokumente im Team bearbeiten.
OXTender for Business Mobillity.
Foto: Open-Xchange
APIs für die Integration von Unified Communications Lösungen beispielsweise zur Nutzung von VoIP direkt aus Open-Xchange heraus sind verfügbar.
Outlook-Anwender werden über den "OXtender Outlook" an die Mail- und sonstigen Funktionen transparent angebunden. An die Infostore-Daten kommen solche Anwender nur per WebDAV31-Laufwerk heran.
Insgesamt sieht die Anbindung mobiler Endgeräte ähnlich aus wie bei Zarafa, Zimbra und Co. Mit der grundlegend überarbeiteten Open-Xchange Mobile Web App können OX-Anwender E-Mails, Kalender- und Kontaktdaten auch unterwegs auf ihrem mobilen Endgerät nutzen. Die mobile Oberfläche unterstützt Apple iPhone, Android-Phones sowie diverse andere Systeme wie Nokia Symbian S60, Blackberry, Windows Mobile / Phone und ist dabei auch offline nutzbar.
Zeitgemäß ist auch die Integration mit Social Media Diensten wie Facebook, Xing und anderen, die ein vereinfachtes Austauschen unter anderem von Kontakten und Adressen vorsieht.
Die Open-Xchange-Version 7, die Anfang 2013 unter dem Namen OX App Suite erscheinen soll, wird mobile Geräte und soziale Netzwerke deutlich tiefer integrieren als dies bislang der Fall war. Hierzu wird unter anderem die Web-GUI auf HTML5-Technik umgestellt.
Open-Xchange - Pro und Contra
+ Gute Outlook-Integration,
+ großer Funktionsumfang,
+ zeitgemäße Web-Oberfläche,
+ gute Erweiterbarkeit.
Datenblatt Open-Xchange
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Basis |
|
|
Version |
6.22 |
|
Betriebssysteme |
Community: Fedora 9/12/13, Ubuntu 8.04/10.04, openSUSE 11, Commercial: Debian 6, SLES 11, CentOS 6, RHEL 6 |
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Varianten |
Community Edition (GNU Public License), Server Edition, Hosting Edition |
|
SaaS-Modell |
Ja |
|
Architektur |
|
|
Multiserverfähig |
Ja |
|
Mandantenfähigkeit |
Ja (Server Ed., Hosting Ed.) |
|
Datenbank-Cluster |
Ja (Server Ed., Hosting Ed.) |
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ActiveSync |
Ja |
|
Clients |
|
|
Webclient |
HTML / Ajax, mehrsprachig, spezielle Variante (OXtender for Mobile Web)2 für mobile Clients mit iPhone-optimierter Variante |
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Native Clients |
POP/IMAP-Clients, Outlook1,2, Thunderbird (mit Oxtender for Thunderbird) |
|
Mobile Clients |
iPhone Webclient (Oxtender for mobile web). Volle Synchronisation mit gängigen Mobil-Geräten via OXTender for Business Mobillity; ActiveSync-kompatible PDAs/Smartphones, Blackberry und Android-Phones (OXtender für Business Mobility)2 |
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E-Mail/Collaboration |
|
|
Mailserver (MTA) |
SMTP (diverse MTA: Postfix, Qmail), Multidomain |
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Webmail Features (Auszug) |
Rechtschreibkontrolle |
|
Outlook-Features |
MAPI-Client (OXtender für Microsoft Outlook)2, Free/Busy, Kalender, Kontakte, Aufgaben, Ordner, Abwesenheitsnotiz, Filterregeln, Signaturänderung, Offline-Modus, Verteilerlisten, Passwortänderung |
|
Exchange-Migration |
Migrations-Werkzeug |
|
Kalender (Auszug) |
Free/Busy, Ressourcen, Einladung, Private Termine, Erinnerung, Benachrichtigung, Gruppenkalender |
|
Groupware Features (Auszug) |
Kalender, Kontakte, Adressen, Aufgaben, Projekte, Portal, Dokumentverwaltung, Bookmarks, Forum, Wiki |
|
Suche |
Ja |
|
Synchronisierung |
Mail-Push, SyncML1, Palm OS-Sync |
|
Integration |
|
|
Directory-Integration |
LDAP, Microsoft Active Directory, Novell eDirectory |
|
Sicherheit |
SSL, SASL, TLS, SMTPS, IMAPS |
|
Antivirus/Antispam |
Drittanwendung/integriert (Spamassassin) |
|
Messaging-Standards |
WebDAV, iCal, Vcard |
|
APIs |
Java-API, XML-RPC, Plugin-Schnittstelle programmierbar, Widgets |
|
Schnittstellen Dritt-Applikationen |
Samba, Socialmedia-Mashups, UDPPush, VoIP und andere |
|
Clusterfähig |
Ja |
|
Unified Messaging |
Über Drittprodukt VoIPNow1: Mail, Fax, Voicemail, Telefonie via VoIP |
|
Archivierung |
Über Drittprodukte, z.B. SEP Sesam1 |
|
Administration |
|
|
Web-GUI |
Ja (bei den Univention CS Editionen) |
|
CLI |
Teilweise |
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Backup/Restore |
Appliance: Ja. Server: Über Drittprodukte, z.B. SEP Sesam1 |
|
SNMP |
Nein |
|
Monitoring |
Ja |
|
Skins/Themes |
Ja |
|
Remote Wipe |
Nein |
|
Lokalisation |
ca. 20 Sprachen inkl. Deutsch |
|
Preise |
|
|
Preise |
Community Edition: kostenfrei |
Legende: 1 = nur kommerzielle Version 2 = gegen Aufpreis
Zarafa
E-Mails mit Zarafa Web Access.
"Zarafa32" aus der gleichnamigen niederländischen Softwareschmiede schlägt technisch etwas andere Wege ein, um eine überzeugende Exchange- und Outlook-Alternative auf die Beine zu stellen: Die Outlook-Anbindung der etablierten Open-Source-Lösung an einen Linux-Mail-Server eigener Wahl erfolgt hier über eine Server-seitig implementierte MAPI-Schnittstelle, die den Outlook-Clients eine völlig transparente Anbindung mit Datenaustausch in Echtzeit ermöglicht und nur eine sehr schlanke Client-Komponente erfordert, die je Arbeitsplatz zusätzlich zu installieren ist. Der Hersteller spricht von einer 100-prozentigen MAPI-Implementierung. Sie funktioniert mit Outlook von Version 2000 bis 2010 und unterstützt Offline-Zugriff und eine auf "Exchange ICS" (Incremental Change Synchronisation) basierende Synchronisation. Darüber lassen sich dann neben Mails wie gewohnt auch Gruppentermine, Aufgaben und Notizen verwalten sowie Gruppenordner verwenden. Natürlich können auch andere Mail-Clients benutzt werden, die dann mittels POP3 oder Imap den Mail-Verkehr bewerkstelligen. Leider funktioniert der an Exchange angepasste Linux-Client "Evolution" mit dieser Art Schnittstelle nicht.
Die neue Zarafa Web-Oberfläche WebApp.
Foto: Andrej Radonic
Mobile Anwender oder solche ohne das originale Outlook können die Browser-basierende Web-Access-Oberfläche nutzen, die mit Hilfe von Ajax-Komponenten das Look and Feel des Vorbilds detailgetreu nachbildet und ein flüssiges Arbeiten in einer gewohnten Umgebung ermöglicht. Mit Version 7.1 wurde der optional verfügbare Nachfolger der Web-GUI namens WebApp33 eingeführt. Diese Oberfläche basiert auf dem ExtJS-Framework, stellt Dialoge als Overlay dar und bietet eine Plugin-Schnittstelle, die künftige Erweiterungen ermöglicht. Plugins für Instant Messaging oder Social Media sind bereits verfügbar, weitere sind in Arbeit.
Mobile Endgeräte wie Smartphones können Daten mit dem Zarafa-Server unter Verwendung des ActiveSync-Protokolls abgleichen. Damit ist das System für eine große Zahl von Geräten erreichbar.
Suchfunktionen in Zarafa.
Hierbei kommt die in PHP34 implementierte Open-Source-Schnittstellensoftware "Zpush" zum Einsatz. Sie gaukelt dem Endgerät einen Exchange-Server vor, die Einrichtung eines Clients auf dem Handy ist nicht notwendig. Das Gerät kann dann alle Termine und Kontakte mit Zarafa synchronisieren. Der Push-Service sendet eingehende Mails sofort an das Mobilgerät weiter. Auch Termine und Aufgaben werden sofort auf das ActiveSync-fähige Gerät synchronisiert. Blackberries finden Zugang zu Mails, Terminen und Aufgaben über den in der kommerziellen Version verfügbaren Blackberry35-Server. Ebenso werden seit der Version 6.4 Android36-Smartphones nativ unterstützt. Erwähnenswert ist zudem die verfügbare, elegant integrierte Archivierungslösung.
Zarafa ist konsequent als Open-Source-Lösung aufgesetzt und stützt sich auf Standardkomponenten wie MySQL, Apache37, PHP und OpenLDAP. Die problemlose Installation läuft weitgehend vollautomatisch ab. Das System ist nach der Konfiguration des Datenbank-Passwortes sofort einsatzbereit. Der erste Schritt besteht dann üblicherweise im Anlegen von Benutzern und ihren Mailboxen. Dies erledigt die Administratorin von der Kommandozeile oder seit Version 7 von der umfassenden Z-Admin Web-GUI aus. Die Systemstruktur orientiert sich durchgängig an Linux-Standards. Sie ist demgemäß einfach zu überblicken, allerdings erfordert die Administration in jedem Fall gute Linux-Kenntnisse.
Alternativ zur manuellen Installation kann Zarafa als VMware Appliance erworben werden, die schlüsselfertig auf einem Univention Corporate Server vorinstalliert ist.
Das Preis-Modell sieht eine reine Subscription auf Jahres-Basis vor. Ein 5-User-Paket beginnt bei 80,- € für das erste Jahr, das 20-User-Paket der Professional Edition liegt bei 560,- €. Die Community-Edition38 umfasst eine Lizenz für drei Outlook-User gratis mit diversen funktionalen Einschränkungen.
Damit ist Zarafa eine interessante Alternative zu Outlook und Exchange, die sich in Deutschland zunehmender Popularität erfreut und über eine sehr aktive Community verfügt.
Zarafa - Pro und Contra
+ Nahtlose Outlook-Integration,
+ großer Funktionsumfang,
+ gelungene Web-Oberfläche,
+ native Unterstützung für viele mobile Geräte,
+ günstiger Preis.
Datenblatt Zarafa
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Basis |
|
|
Version |
7.1 |
|
Betriebssysteme |
Debian 5/6, SLES 10/11, RHEL 5/6, Ubuntu 8.04/10.04/12.04 |
|
Varianten |
Community (AGPLv3), Standard, Professional, Enterprise |
|
SaaS-Modell |
Nein |
|
Architektur |
|
|
Multiserverfähig |
Ja (Enterprise Edition) |
|
Mandantenfähigkeit |
Ja (Enterprise Edition) |
|
Datenbank-Cluster |
Ja |
|
ActiveSync |
Ja, Z-Push (PHP, Opensource) |
|
Clients |
|
|
Webclient |
HTML / Ajax, mehrsprachig, spezielle Variante für mobile Clients |
|
Native Clients |
POP/IMAP-Clients, Outlook, iCal-Clients |
|
Mobile Clients |
ActiveSync-kompatible PDAs/Smartphones, Blackberry via Blackberry Enterprise Server. Android. |
|
E-Mail/Collaboration |
|
|
Mailserver (MTA) |
SMTP (diverse Linux-MTA), Multidomain |
|
Webmail Features (Auszug) |
Rechtschreibkontrolle |
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Outlook-Features |
MAPI-Anbindung, Mail mit allen wichtigen Outlook-Funktionen, Kalender, Shared Kalender, Free/Busy, Kontakte (öffentlich und privat), Aufgaben, Ordner, Abwesenheitsnotiz, Private Termine, Mail-Autoarchivierung, Offline-Modus, Globales Adressbuch |
|
Exchange-Migration |
Migrations-Werkzeug (.pst- und User-Import) |
|
Kalender (Auszug) |
Free/Busy, Ressourcen, Einladung, Private Termine, Erinnerung, Benachrichtigung, Serientermine, Gruppenkalender |
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Groupware Features (Auszug) |
Kalender, Kontakte, Adressen, Aufgaben, Freigabeordner, Gruppenmailboxen |
|
Suche |
Ja, Volltext, in allen Programmteilen |
|
Synchronisierung |
Mail-Push, MS ActiveSync |
|
Integration |
|
|
Directory-Integration |
LDAP, MS Active Directory |
|
Sicherheit |
SSL, TLS |
|
Antivirus/Antispam |
ClamAV, Spamassassin, AMaViS, DSPAM |
|
Messaging-Standards |
iCal, CalDAV, Vcard |
|
APIs |
SOAP, REST, PHP-MAPi |
|
Schnittstellen Dritt-Applikationen |
SugarCRM, Alfresco DMS, OpenERP, O3spaces |
|
Clusterfähig |
Ja (via MySQL) |
|
Unified Messaging |
|
|
Archivierung |
Ja1 |
|
Administration |
|
|
Web-GUI |
Ja |
|
CLI |
Ja |
|
Backup/Restore |
Ja1 |
|
SNMP |
Nein |
|
Monitoring |
Ja |
|
Skins/Themes |
Ja |
|
Remote Wipe |
Ja |
|
Lokalisation |
ca. 12 Sprachen inkl. Deutsch |
|
Preise |
|
|
Preise |
Standard inkl. 5 User: 150,- € Basis einmalig (erstes Jahr) + 16,- € je User für weitere Jahre |
Legende: 1 = nur kommerzielle Version 2 = gegen Aufpreis
Kerio
Kerio - die Verwaltungskonsole.
Foto: Andrej Radonic
Kerio39 Connect40 (vormals Kerio MailServer) ist ein vorwiegend auf Messaging ausgerichtetes System (Testversion41) mit Collaboration-Funktionen. Es präsentiert sich sehr flexibel, läuft es doch auf allen wichtigen Windows-Server-Plattformen, auf Linux und Mac OS. Anwender arbeiten über eine schlanke, aber effiziente Web-Oberfläche, die sich moderner Ajax-Techniken bedient und mit Version 8 um HTML5-Komponenten sowie viele Funktionen erweitert wurde. Oder sie verbinden sich mit dem gewohnten Outlook, was die Installation des Kerio Outlook Connectors voraussetzt.
Damit sind dann alle wichtigen und bekannten Outlook-Funktionen für Mail, Kalender (auch in Gruppen), Kontakte, Aufgaben und Notizen verfügbar. Informationen zu Terminen, Kontakten und E-Mails können privat oder öffentlich in der Gruppe bereitgestellt werden. Für alle öffentlichen Elemente lassen sich auch Vertretungsrechte vergeben, so dass beispielsweise das Sekretariat Termine für Dritte annehmen und pflegen sowie E-Mails nicht anwesender Kollegen beantworten kann. Diese Groupware-Funktionen sind sowohl von Windows-Clients mit Outlook als auch von Mac-Rechnern (mit Entourage) nutzbar. Über offene Schnittstellen wie iCal lassen sich ebenso andere Clients für die Kalenderverwaltung anbinden, so zum Beispiel Thunderbird oder Lightning.
Kerio mobil auf dem iPhone.
Auch für mobile Arbeitsnomaden ist Kerio offen: So werden viele gängige Smartphones via ActiveSync-Datenaustausch sowie Blackberry via Blackberry Kerio Connector unterstützt. Darüber lassen sich dann beispielsweise von einem Mobil-Gerät OTA (over the air) Mail-, Kalender- und Kontaktdaten austauschen. Mit einem iPhone gelingt das mittels CalDAV und CardDAV-Protokoll. Ab iOS 5 können auf dem iPhone auch Erinnerungen erstellt und mit Connect abgeglichen sowie Mails mit S/MIME signiert und verschlüsselt werden.
Die Mailfunktion von Kerio Connect.
Foto: Andrej Radonic
Das System zeigt sich integrationsfreudig: Es versteht sich auf Active-Directory-Anbindung, enthält eine eMail-Archivierung sowie automatisierte Backups. Die Installation bereitet dem Admin wenig Mühe und kann bequem auch von einem Tablet-PC aus erfolgen. Diverse Migrations-Tools für Exchange, Imap, Communigate und 4D ermöglichen einen Umstieg mit schon vorhandenen Benutzern und ihren Mail-Daten. Alle benötigten Dienste sind im System integriert und werden als Komplettpaket mitgeliefert. Die Verwaltung erfolgt über eine neue, sehr aufgeräumte Web-Oberfläche, die eine Vielzahl von Optionen offenbart. So auch die Möglichkeit, externe Virenscanner zu wählen, die dann integriert ihre Arbeit verrichten.
Kerio richtet sich aufgrund seiner einfachen Verwaltung primär an kleine und mittlere Unternehmen mit gehobenen Ansprüchen an die Kommunikationstechnik, wobei die Unternehmensstandorte auch geographisch verteilt sein dürfen - das Distributed Domains Feature ermöglicht die Nutzung einer Mail-Domain an mehreren Standorten. Die virtuelle Appliance installiert sich als fertige VM auf VMware, Parallels (MAC OS) oder Hyper-V und ermöglicht somit einen noch einfacheren Start.
Kerio - Pro und Contra
+ Preisgünstig, mit umfangreicher Funktionalität,
+ recht einfache Administration,
+ geringe Hardwareanforderungen,
+ automatisches Backup,
+ integrierte Mail-Archivierung,
+ günstig zu integrierender Virenschutz,
+ Unterstützung von Windows- und Apple-Clients.
- Keine quelloffene Lösung.
Datenblatt Kerio Connect
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Basis |
|
|
Version |
8 |
|
Betriebssysteme |
RHEL 5/6, Centos 5/6, Debian 5/6, OpenSuse 10/11, Ubuntu 8.04/10.4/12.04, SLES 10/11, Windows 2000/2003/2008/2012/Vista/XP/7, MAC OS X 10.5-10.8 |
|
Varianten |
Mailserver mit Sophos Antivirus Mailserver ohne Sophos Antivirus |
|
SaaS-Modell |
Ja (Kerio Cloud) |
|
Architektur |
|
|
Multiserverfähig |
Nein |
|
Mandantenfähigkeit |
Nein |
|
Datenbank-Cluster |
Nein |
|
ActiveSync |
Ja |
|
Clients |
|
|
Webclient |
HTML (5) / Ajax |
|
Native Clients |
POP/IMAP-Clients, Outlook, iCal-Clients, Entourage, Apple Mail |
|
Mobile Clients |
ActiveSync-kompatible PDAs/Smartphones, Palm, Blackberry via Blackberry Enterprise Server |
|
E-Mail/Collaboration |
|
|
Mailserver (MTA) |
SMTP, Multidomain |
|
Webmail Features (Auszug) |
Rechtschreibkontrolle Smartphone-optimiert |
|
Outlook-Features |
MAPI-Anbindung, Mail mit allen wichtigen Outlook-Funktionen, Kalender, Shared Kalender, Free/Busy, Kontakte (öffentlich und privat), Aufgaben, Ordner, Abwesenheitsnotiz, Private Termine, Mail-Autoarchivierung, Offline-Modus, Globales Adressbuch |
|
Exchange-Migration |
Migrations-Werkzeuge (Exchange, Communigate, IMAP) |
|
Kalender (Auszug) |
Free/Busy, Ressourcen, Einladung, Private Termine, Erinnerung, Benachrichtigung, Serientermine, Gruppenkalender |
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Groupware Features (Auszug) |
gemeinsame Adressbücher, Kalender, Aufgaben und Mail-Folder, Mailinglisten |
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Suche |
Ja, in Mails und Archiv |
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Synchronisierung |
Mail-Push, MS ActiveSync |
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Integration |
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Directory-Integration |
LDAP, MS Active Directory |
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Sicherheit |
SSL, TLS, IMAPS, Kerberos |
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Antivirus/Antispam |
Sophos integriert1, andere möglich / Antispam inkl. Greylisting integriert |
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Messaging-Standards |
iCal, CalDAV, Vcard, CardDAV |
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APIs |
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Schnittstellen Dritt-Applikationen |
Diverse Zusatzprodukte anderer Hersteller, z.B. Virenscanner, Synchronisierungslösungen, Archivierung usw. |
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Clusterfähig |
Nur über Drittprodukte |
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Unified Messaging |
Nein |
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Archivierung |
Integriert, durchsuchbar. Drittprodukte verfügbar. |
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Administration |
|
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Web-GUI |
Ja |
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CLI |
Nein |
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Backup/Restore |
Ja |
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SNMP |
Nein |
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Monitoring |
Nur Windows |
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Skins/Themes |
Skins anpassbar |
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Remote Wipe |
Ja |
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Lokalisation |
ca. 12 Sprachen inkl. Deutsch |
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Preise |
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Preise |
380,- € inkl. 5 User, inkl. Sophos, pro Jahr. 21,60 € für weiteren User |
Legende: 1 = nur kommerzielle Version 2 = gegen Aufpreis
Communigate Pro
Der CommuniGate Pro Client bündelt alle Anwender-Funktionen in einem Programm.
Foto: Andrej Radonic
CommuniGate Pro bündelt seinen Hochleistungs-Mailserver mit umfangreichen Groupware-Funktionen sowie Kommunikationstools für Instant Messaging, Internet-Telefonie und Dropbox-ähnlichen Diensten in einem Paket.
CommuniGate erklärt dabei Unified Communications zur obersten Devise. Der Grundgedanke dieses Ansatzes ist, sämtliche Kommunikationsdienste in einem User-Interface zu bündeln und jeden Anwender unter einer Adresse erreichbar zu machen, egal über welchen Kanal. CommuniGate Pro versteht sich somit als Kommunikationszentrale im Unternehmen. Neben den klassischen Angeboten wie E-Mail, (Gruppen-)Kalender, Adressbuch und Aufgabenverwaltung vereint es auch Internet Telefonie, Instant Messaging, SMS, Online-Konferenzen sowie Filesharing.
Das proprietäre System, welches sich bisher vor allem in der Hosting-Szene einen Namen gemacht hat, setzt dabei konsequent auf verbreitete Standards, Protokolle und offene Schnittstellen. POP3 und IMAP dienen der Mailanbindung, WebDAV und CalDAV dem Austausch von Terminen, SIP/RTP und XMPP der Telefonie und dem Instant Messaging. Die innerhalb der Groupware-Anwendungen vorhandenen Daten können in anderen Programmteilen weiterverwendet werden, beispielsweise kann ein während eines angesetzten Meetings ankommender Anruf automatisch an den Anrufbeantworter umgeleitet werden, Terminerinnerungen können per Instant Messaging oder SMS zugestellt oder als automatische Anrufe ausgeführt werden.
CommuniGate Pro verfügt über eine leistungsfähige Telefonie-Funktionalität.
Foto: Andrej Radonic
Vermittels der umfangreichen Protokollunterstützung finden praktisch alle am Markt gängigen Clients für Mail, Terminverwaltung, Messaging und dergleichen Anschluss an CommuniGate Pro. Auch Outlook-User können bei ihrem Lieblingsprogramm bleiben und müssen für dessen Nutzung mit CommuniGate lediglich das MAPI-Plugin herunterladen und installieren. Auch gängige XMPP- und SIP-Clients erlauben den Zugang zum Unified Communications Server.
Für eine Client-unabhängige Nutzung des Systems liefert CommuniGate einen Web-Client auf HTML-Basis mit verschiedenen Skins und Layouts sowie den vollwertigen Client Pronto!. Dieser liegt als Flash-Implementierung in zwei Geschmacksrichtungen vor: als Zero-Install Programm mit Web 2.0 Charakter, oder aber als Desktop-Applikation, die die Existenz von Adobe AIR auf dem PC voraussetzt und eine entsprechende Installation durchläuft.
Spezielle Apps bringen die CommuniGate Pro Funktionen auf Smartphones und Tablets mit iOS oder Android System.
Foto: Andrej Radonic
Anwender mit Mobilgeräten wie Smartphones und Tablets kommen dagegen in den Genuss nativer Apps für iOS und Android, die praktisch den gesamten Funktionsumfang transparent auf das Gerät bringen und einen ausgereiften Eindruck bei guter Bedienbarkeit machen.
Das von CommuniGate Pro mitgelieferte ActiveSync sorgt auf Wunsch für eine vollautomatische Synchronisation von Mails, Terminen und Kontakten zwischen Server und Mobilgerät und rundet damit die Client-Anbindung ab. Blackberries können über das optional verfügbare AstraSync Paket over-the-air mit dem ActiveSync Protokoll abgeglichen werden.
Der Anwender findet eine erstaunliche Fülle von Funktionen vor, die weit über übliche Kollaboration-Lösungen hinausgehen. Insbesondere die vollwertige SIP-basierende Online-Telefonanlage weiß zu überzeugen. Interessant auch der eDisk Dienst, der einen Online-Speicher für jeden User etabliert, in welchem er Dateien direkt aus seinem Pronto-Client, von Smartphones oder alternativ per WebDAV oder FTP ablegen oder abrufen kann.
Angesichts der Funktionsgewalt überrascht das amerikanische System durch eine einfach geratene Installation sowie Administration, die auch von der Kommandozeile aus erfolgen kann und Automatisierungsoptionen vorsieht.
CommuniGate Pro unterstützt serverseitig eine ungewöhnlich große Bandbreite an Betriebssystemen: Neben Windows kann es auch auf Linux, diversen Unix-Derivaten, Solaris, Mac OS sowie einigen exotischeren Systemen wie FreeBSD installiert werden.
Das System wurde ursprünglich für den Hosting-Bereich entwickelt. Hier werden über 150 Millionen User weltweit bedient. Dementsprechend sind umfassende Vorkehrungen für Betriebssicherheit integriert. Um maximale Skalierbarkeit zu bieten, unterstützt die Software einen Multiserver-Betrieb. Dynamische Cluster mit Failover-Funktionalität bieten sehr hohe Ausfallsicherheit.
Für Mailsicherheit und -filterung kann der Administrator Programme diverser Hersteller wie Kaspersky oder McAfee als Module einklinken. Die Authentifizierung von Clients kann neben diversen anderen Möglichkeiten auch über einen RADIUS-Server erfolgen.
CommuniGate Pro - Pro und Contra
+ Installation und Betrieb einfach, dadurch auch für SMB geeignet
+ Sehr umfangreiche Features für Unified Communications
+ Unterstützung für viele Serverplattformen
+ Unterstützung für viele gängige Standards, Protokolle und Clients
+ Kompletter Rich Media Client im Paket enthalten
+ Umfassende Skalierungsoptionen inklusive HA
- HTML-Oberfläche der Admin-GUI nicht mehr zeitgemäß, teilweise unübersichtlich
- Separate Benutzerverwaltung für den Betrieb des CG Systems erforderlich, keine Integration mit MS Active Directory möglich
Datenblatt CommuniGate Pro
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Basis |
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|
Version |
6 |
|
Betriebssysteme |
Linux, Sun Solaris, MS Windows, MacOS X, FreeBSD, NetBSD, OpenBSD, AIX, HP UX, AIX, IBM OS400, OpenVMS und weitere |
|
Varianten |
Community, Corporate Edition, Service Provider Edition |
|
SaaS-Modell |
Ja |
|
Architektur |
|
|
Multiserverfähig |
Ja |
|
Mandantenfähigkeit |
Ja |
|
Datenbank-Cluster |
Ja |
|
ActiveSync |
Ja |
|
Clients |
|
|
Webclient |
HTML / Flash |
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Native Clients |
Flash/AIR Desktop-Client |
|
Mobile Clients |
iOS und Android via Apps, Blackberry via Astra Sync1 |
|
E-Mail/Collaboration |
|
|
Mailserver (MTA) |
SMTP (diverse MTA) |
|
Webmail Features (Auszug) |
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|
Outlook-Features |
MAPI-Client (Outlook-Plugin), mit fast allen Outlook-Funktionen inkl. Öffentliche /private Ordner, Verteilerlisten, Ordnersynchronisierung, Offline-Modus, Abwesenheitsnotiz, Private Termine, Ressourcen-Planung, Einladungen akzeptieren, Regeln, Stellvertreter |
|
Exchange-Migration |
Ja |
|
Kalender (Auszug) |
Free/Busy, Ressourcen, Einladung, Private Termine, Erinnerung, Benachrichtigung, Serientermine, Gruppenkalender |
|
Groupware Features (Auszug) |
Kalender, Kontakte, Adressen, Aufgaben, Notizen, Social Media, Freigabeordner |
|
Suche |
Ja |
|
Synchronisierung |
Mail-Push, MS ActiveSync, Email für Blackberry |
|
Integration |
|
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Directory-Integration |
LDAP, MS Active Directory |
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Sicherheit |
SSL, RADIUS, SMTP-Authentifizierung (TLS) |
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Antivirus/Antispam |
Plugins für Drittanbieter-Produkte1 von Kaspersky, Sophos, McAfee / Drittanbieter-Produkte1 |
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Messaging-Standards |
iCal, CalDAV |
|
APIs |
CG/PL Programmiersprache, XIMSS |
|
Schnittstellen Dritt-Applikationen |
|
|
Clusterfähig |
Ja1 |
|
Unified Messaging |
VoIP, Presence, Instant Messaging, SMS, Conferencing |
|
Archivierung |
Drittanbieter-Produkte |
|
Administration |
|
|
Web-GUI |
Ja |
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CLI |
Ja |
|
Backup/Restore |
Nein |
|
SNMP |
Nein |
|
Monitoring |
Ja |
|
Skins/Themes |
Ja |
|
Remote Wipe |
Ja |
|
Lokalisation |
Viele Sprachen vorhanden. |
|
Preise |
|
|
Preise |
Community Edition kostenfrei bis 5 User, darüberhinaus mit Webung. Kommerziell: ab 25 User für 999,- EUR, 50 User für 1449,- EUR |
Legende: 1 = nur kommerzielle Version 2 = gegen Aufpreis
Scalix
Der Outlook-Connector von Scalix.
Im Kern ist "Scalix42" eine Weiterentwicklung von Hewlett-Packards43 "Openmail" und hat den Schwerpunkt bei Mail- und Gruppenkalender-Funktionen. Seit Scalix im Jahr 2007 zu Xandros44 wechselte, werden die Komponenten unter Open-Source-Lizenzen veröffentlicht. Basierend auf dem Tomcat45-Application-Server liefert Scalix alle benötigten Dienste im Komplettpaket mit. Die Ressourcenanforderungen sind dementsprechend recht hoch, und die Vielzahl benötigter Pakete macht das System einigermaßen komplex. Seine lange Geschichte als Unternehmenssystem garantiert jedoch einen äußerst stabilen Betrieb auch in sehr großen Umgebungen und mit vielen Benutzern (über 1000 User).
Der Smartphone-Client von Scalix.
Der Outlook-Connector sowie die Ajax46-Web-Oberfläche machen Scalix zu einem vollwertigen Outlook-Ersatz. Die einstmals führende Oberfläche wirkt zwar im Vergleich mit neueren Systemen wie Zimbra und Zarafa etwas angestaubt, ermöglicht aber trotzdem effizientes Arbeiten. Etwas störend ist der Umstand, dass Dialoge wie zum Beispiel für das Erstellen einer Mail oder eines Termins sich jeweils in einem neuen Popup-Fenster öffnen - das können viele Wettbewerber inzwischen besser. Eine vollständige Web-Oberfläche wird nur für Microsofts Internet Explorer und für Firefox angeboten. Für mobile Clients wie Smartphones steht ein stark abgespeckter Web-Client für die Mail-Verwaltung zur Verfügung.
Der Web-Mail-Client von Scalix mit Kalenderfunktion.
Die Lizenzierung erfolgt je Premium-User in Paketen ab 50 Benutzer. Die Community-Edition ist kostenfrei und umfasst bereits zehn Premium-User und beliebig viele Standard-User. Letztere haben Zugang zu Mail und persönlichem Kalender, aber nicht zu den anderen fortgeschrittenen Funktionsmodulen inklusive Outlook-Anbindung. Ein preisgünstiger Einstieg für kleine Firmen ist ab fünf Benutzern möglich. Komponenten wie ActiveSync, Antispam, Antivirus und das Exchange-Migrations-Tool müssen separat pro User erworben werden. Hochverfügbarkeit und Multi-Server-Betrieb ist der Enterprise Edition vorbehalten.
Scalix - Pro und Contra
+ Gute Outlook-Integration,
+ native Unterstützung für viele mobile Geräte.
- Zukunft ungewiss
- Web-Oberfläche nicht mehr ganz zeitgemäß,
- recht hohe Ressourcenanforderungen,
- aufwendige Administration.
Seit 2010 scheint bei der Pflege des Produkts Stillstand eingetreten zu sein: die letzte Version wurde 2009 veröffentlicht, viele Anwender beklagen ausbleibenden Support und fehlende Weiterentwicklung47. Sebring Software als neuer Besitzer hatte eine neue Version für 2012 angekündigt, die jedoch nicht kam. Diese Umstände sind besorgniserregend für Anwender; für Interessenten heißt es: Finger weg.
Datenblatt Scalix
|
Basis |
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|
Version |
11.4.6 (2009) |
|
Betriebssysteme |
RHEL4/5, CentOS 4/5, SLES 9/10, Fedora 9, OpenSUSE 11 |
|
Varianten |
Community (Scalix Public License), Small Business Edition, Enterprise Edition, Hosting Edition |
|
SaaS-Modell |
Ja |
|
Architektur |
|
|
Multiserverfähig |
Ja |
|
Mandantenfähigkeit |
Ja |
|
Datenbank-Cluster |
Ja |
|
ActiveSync |
Ja, MS-Lizenziert |
|
Clients |
|
|
Webclient |
HTML / Ajax, spezielle Variante für mobile Clients |
|
Native Clients |
Outlook, POP/IMAP-Clients, CalDAV-Clients, Evolution |
|
Mobile Clients |
ActiveSync-kompatible PDAs/Smarthpones, Blackberry via Blackberry Enterprise Server |
|
E-Mail/Collaboration |
|
|
Mailserver (MTA) |
SMTP (diverse MTA), HP OpenMail, Multidomain, TNEF Gateway1 |
|
Webmail Features (Auszug) |
Digitale Signaturen, RTF-Formatierung |
|
Outlook-Features |
MAPI-Client (Outlook-Plugin), mit fast allen Outlook-Funktionen inkl. Öffentliche /private Ordner1, Verteilerlisten, Ordnersynchronisierung, Offline-Modus, Abwesenheitsnotiz, Private Termine, Ressourcen-Planung, Einladungen akzeptieren, Regeln, Stellvertreter |
|
Exchange-Migration |
Migrations-Werkzeuge2 |
|
Kalender (Auszug) |
Free/Busy, Ressourcen, Einladung, Private Termine, Erinnerung, Benachrichtigung, Serientermine, Gruppenkalender |
|
Groupware Features (Auszug) |
Kalender, Kontakte, Adressen, Aufgaben, Freigabeordner |
|
Suche |
Ja (Lucene Volltextsuche) |
|
Synchronisierung |
Mail-Push, MS ActiveSync2, Email für Blackberry |
|
Integration |
|
|
Directory-Integration |
LDAP, Novell eDirectory, Active Directory |
|
Sicherheit |
SSL, Kerberos (für Webclient), Stunnel, SMTP-Authentifizierung (TLS) |
|
Antivirus/Antispam |
ZeroHour AntiVirus2 / Scalix AntiSpam2 |
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Messaging-Standards |
iCal, CalDAV |
|
APIs |
SOAP, REST (Messaging, Calendaring), SAClets |
|
Schnittstellen Dritt-Applikationen |
Plugin-Schnittstelle auf Script-Basis1, Server-Schnittstelle zu MS-Exchange, Socialmedia-Verlinkung |
|
Clusterfähig |
Ja1 |
|
Unified Messaging |
Über Drittprodukte, z.B. Papageno |
|
Archivierung |
Ja1 |
|
Administration |
|
|
Web-GUI |
Ja |
|
CLI |
Ja |
|
Backup/Restore |
Ja |
|
SNMP |
Nein |
|
Monitoring |
Ja |
|
Skins/Themes |
Nein |
|
Remote Wipe |
Nein |
|
Lokalisation |
Viele Sprachen vorhanden. Multibyte Language Support |
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Preise |
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|
Preise |
Community Edition: bis 10 Groupware-User gratis, nur Mail = unlimitiert. |
Legende: 1 = nur kommerzielle Version 2 = gegen Aufpreis
Links im Artikel:
1 http://www.computerwoche.de/schwerpunkt/m/Microsoft.html2 http://www.computerwoche.de/schwerpunkt/e/E-Mail.html
3 http://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Exchange_Server
4 http://de.wikipedia.org/wiki/Outlook
5 http://www.microsoft.com/exchange/2010/de/de/default.aspx
6 http://de.wikipedia.org/wiki/Groupware
7 http://de.wikipedia.org/wiki/SMTP
8 http://de.wikipedia.org/wiki/Imap
9 http://de.wikipedia.org/wiki/POP3
10 http://de.wikipedia.org/wiki/LDAP
11 http://de.wikipedia.org/wiki/Active_Directory
12 http://de.wikipedia.org/wiki/ActiveSync
13 http://www.apple.com/de/iphone/
14 http://de.blackberry.com/
15 http://www.windowsphone.com/de-de
16 http://www.zimbra.com/
17 http://www.webstyle.ch/zimbra/forum/
18 http://www.mysql.de/
19 http://www.postfix.org/
20 http://www.de.redhat.com/
21 http://www.novell.com/de-de/linux/
22 http://www.debian.org/
23 http://fedoraproject.org/de/
24 http://www.mandriva.com/de
25 http://www.ubuntu.com/
26 http://www.open-xchange.com/de
27 http://www.open-xchange.com/get-started.html
28 http://www.open-xchange.com/get-started.html
29 http://www.univention.de/ucs.html
30 http://oxadm.de/
31 http://de.wikipedia.org/wiki/WebDAV
32 http://de.wikipedia.org/wiki/Zarafa_%28Software%29
33 http://www.zarafa.com/content/webapp
34 http://de.wikipedia.org/wiki/PHP
35 http://de.blackberry.com/
36 http://www.android.com/
37 http://www.apache.org/
38 http://www.zarafa.com/download-community
39 http://www.kerio.com/
40 http://www.kerio.com/
41 http://www.kerio.com/mailserver/download
42 http://www.scalix.com/
43 http://welcome.hp.com/country/de/de/welcome.html
44 http://de.wikipedia.org/wiki/Xandros
45 http://tomcat.apache.org/
46 http://de.wikipedia.org/wiki/Ajax_%28Programmierung%29
47 http://www.open-source-presse.de/index.php?option=com_content&view=article&id=167:was-ist-bei-scalix-los&catid=41:2011&Itemid=1
Bildergalerien im Artikel:
gal1 Es muss nicht immer Exchange sein
Exchange-Alternative:
Scalix
Exchange-Alternative:
Open-Xchange
Foto: Open-Xchange
Exchange-Alternative:
Zarafa
Exchange-Alternative:
Zimbra
Foto: Andrej Radonic
Exchange-Alternative:
Kerio
Foto: Andrej Radonic
Exchange-Alternative:
Communigate Pro
Foto: Andrej Radonic
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