CeBIT-Motto 2013: "Shareconomy"
Datum:13.09.2012
URL: http://www.computerwoche.de/1235729
Die CeBIT-Macher wollen den gesellschaftlichen Trend vom Besitzen zum Teilen in den Mittelpunkt der weltgrößten ITK-Messe rücken.
Nach "Managing Trust" in diesem und den Cloud-Technologien im vorigen Jahr rückt die Deutsche Messe AG nun das Thema "Teilen" in den Mittelpunkt der CeBIT. "Shareconomy" lautet das Leitthema der Messe. "Cloud-Anwendungen setzen sich immer stärker durch, Nutzer haben Vertrauen gefasst - nun rückt die CeBIT das Teilen und gemeinsame Nutzen von Wissen, Ressourcen und Erfahrungen als neue Formen der Zusammenarbeit ins Zentrum", sagte Frank Pörschmann, CeBIT-Vorstand der Deutschen Messe AG.
Das "Phänomen Sharing" bilde sich als "wesentliche Voraussetzung für verantwortungsvolles Wachstum heraus", so der Messechef. Shareconomy beschreibe diesen Trend. Sie habe Einfluss auf die Prozesse im Unternehmen, weil Social-Media-Instrumente immer wichtiger würden. Auch sei das Netz der Ort des Teamworks - innerhalb wie außerhalb des Unternehmens. "Partner, Berater, Lieferanten und Kunden werden intensiver eingebunden und Teil eines vernetzten Prozesses", so der CeBIT-Macher. Mitarbeiter müssten umdenken und bereit sein, Wissen, Kontakte und Ressourcen zu teilen.
In der Nutzung von Gebrauchsgütern gehe der Trend vom Besitzen zum Nutzen, vom Kaufen zum Leihen. Als Beispiel führte Pörschmann Carsharing-Modelle an, die eine neue Form der Mobilität verkörperten, und Musikportale, wo es sich um die zeitlich begrenzte Nutzung von Musikstücken drehe, nicht um das Besitzen. Das zeige sich auch bei der Software: Von umfassenden Paketen gehe der Trend jetzt zu Teillösungen aus der Cloud. Damit sei auch die Politik gefordert: "Eine internationale Diskussion mit Blick auf das Nutzungsrecht ist notwendig. Bisher gibt es nur nationale Insellösungen, die eine globalisierte Wirtschaft in ihrem Wachstum bremsen", so Pörschmann. Die CeBIT 2013 soll eines der Foren sein, auf denen solche Fragen diskutiert werden können. (hv)
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