Computerwoche
Alternatives Drucklayout:
› reiner Text
Link: http://www.computerwoche.de/a/avm-klagt-ueber-bundesnetzagentur-haltung-zu-routerzwang,2531283

Fritz!Box-Hersteller

AVM klagt über Bundesnetzagentur-Haltung zu Routerzwang

Datum:22.01.2013
Autor(en):Thomas Cloer
AVM aus Moabit, Hersteller der populären "Fritz!Box"-Router, ist sauer auf die Bundesnetzagentur.

Viele Verfahren und Leistungen aktueller Fritz!Boxen gäbe es mit Routerzwang schon heute nicht, sagt Hersteller AVM.
Foto: AVM

Und zwar deswegen, weil die Bundesnetzagentur nicht einschreiten will, wenn bestimmte Netzbetreiber ausschließlich den von ihnen vorgegebenen Router am Breitbandanschluss des Anwenders zulassen oder dem Kunden bestimmte Kennwörter, beispielsweise für Sprachdienste, vorenthalten. Entsprechende Aussagen der Behörde finden sich einer Mitteilung von AVM1 zufolge in Antworten an einzelne Verbraucher, die sich über derartige Einschränkungen beschwert hatten.

Die Kernfrage, was beim Kunden ein Endgerät im Sinne des Gesetzes über Funkanlagen und Telekommunikationsendeinrichtungen (FTEG) sei, überlasse die Bundesnetzagentur so der willkürlichen Definition der Netzbetreiber. Aus Sicht von AVM verlieren Verbraucher kurzfristig die Möglichkeit, ein Endgerät nach ihren Ansprüchen auszuwählen; langfristig verhindere der Routerzwang Innovation, da es keinen Wettbewerb um das beste Endgerät mehr gebe.

AVM, das natürlich auch künftig weiter so viele Fritz!Boxen wie möglich an den Kunden bringen möchte (nicht nur über Netzbetreiber-Bundles, sondern auch im Handel), sieht im FTEG die Schnittstelle zwischen Netz und Endgerät so definiert, dass Kunden die freie Auswahl bei Endgeräten haben. Umgekehrt verpflichte das Gesetz Netzbetreiber, ihre Schnittstellen so offenzulegen, dass Hersteller im freien Wettbewerb entsprechende Geräte anbieten können. Die Bundesnetzagentur sollte an dieser Stelle Verbraucher und Marktteilnehmer ernst nehmen und eine freie Wahl des Endgerätes ermöglichen, finden die Berliner.

Links im Artikel:

1 http://www.avm.de/de/Presse/Informationen/2013/2013_01_22.php3

IDG Business Media GmbH
Alle Rechte vorbehalten. Jegliche Vervielfältigung oder Weiterverbreitung in jedem Medium in Teilen oder als Ganzes bedarf der schriftlichen Zustimmung der IDG Business Media GmbH. dpa-Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt und dürfen weder reproduziert noch wiederverwendet oder für gewerbliche Zwecke verwendet werden. Für den Fall, dass auf dieser Webseite unzutreffende Informationen veröffentlicht oder in Programmen oder Datenbanken Fehler enthalten sein sollten, kommt eine Haftung nur bei grober Fahrlässigkeit des Verlages oder seiner Mitarbeiter in Betracht. Die Redaktion übernimmt keine Haftung für unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und Illustrationen. Für Inhalte externer Seiten, auf die von dieser Webseite aus gelinkt wird, übernimmt die IDG Business Media GmbH keine Verantwortung.