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Pricelines Webhouse Club macht dicht

06.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Webhouse Club der Internet-Preisagentur Priceline.com wird innerhalb der kommenden drei Monate seine Pforten schliessen. Nach Aussage von Priceline-Gründer Jay Walker steht der Online-Shop für Benzin und Lebensmittel vor leeren Kassen. Das Betriebskapital von 363 Millionen Dollar, dass die Firma innerhalb der vergangenen zwei Jahre von Investoren erhalten hat, sei fast restlos aufgebraucht. Der Webhouse Club basiert auf dem "Name your price"-Modell, bei dem Kunden angeben können, was sie für eine Ware oder Dienstleistung ausgeben wollen. Leider hat das Unternehmen von den Herstellern der angebotenen Produkte nicht die erhofften günstigen Einkaufspreise bekommen und musste daher bei den preiswerten Produkten draufzahlen. Erst Ende vergangenen Monats büßte die Priceline-Aktie über 42 Prozent ihres Wertes ein, nachdem das Unternehmen seine Umsatzprognosen für das dritte

Geschäftsquartal nach unten korrigiert hatte (CW Infonet berichtete).