Acer Extensa 5220

Preiswertes Notebook überzeugt im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Sie wollen nicht mehr als 450 Euro für ein neues Notebook ausgeben, aber dennoch nicht auf einen großen Bildschirm und einen schnellen Doppelkernprozessor verzichten? Dann könnte das Acer Extensa 5220 eine gute Wahl für Sie sein. Den ausführlichen Test lesen Sie hier.

Acer setzt im Extensa 5220 den Celeron T1400 (1,73 GHz) ein: Er ist der erste mobile Celeron-Prozessor mit zwei Rechenkernen. Allerdings greifen nur wenige andere Hersteller auf diese CPU zurück: Als günstige Doppelkern-CPU für Einsteiger-Notebooks ist der Pentium Dual-Core viel beliebter. Denn er ist bei gleicher Taktrate etwas rechenstärker als der Celeron Dual-Core und vor allem stromsparender: Der Pentium Dual-Core unterstützt im Gegensatz zu der Celeron-Variante die Stromspartechnik Enhanced Speed Step.

Tempo

Beim System-Benchmark Sysmark 2007 liegt das Acer Extensa 5220 am Ende des Feldes. Es erreicht 61 Punkte und ist damit ungefähr so rechenstark wie Subnotebooks, die einen deutlich stromsparenderen (Ultra-)Low-Voltage-Prozessor nutzen. Besonders bei Bild- und Videobearbeitung hat das Notebooks Defizite: Kein Wunder, da es Acer nur mit 1 GB RAM ausstattet. Für die meisten Internet- und Büro-Anwendungen ist es aber schnell genug. Spielen kann man aber mit dem Acer-Laptop nicht: Bei Far Cry schaffte er in minimaler Detailstufe und einer Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten nur 13 Bilder pro Sekunde.

Ausstattung

Das Acer-Notebook bringt mit 160-GB-Festplatte, DVD-Brenner und 11g-WLAN nur das Mindeste mit, was man von einem aktuellen Laptop erwarten darf. Immerhin ist die Ausstattung beim Kabelnetzwerk top – das Extensa besitzt einen Gigabit-LAN-Anschluss. Sehr viel üppiger fällt das Schnittstellen-Angebot aus: Unter anderem finden sich vier USB-Ports, Firewire, drei Audio-Buchsen, Speicherkartenleser sowie PC-Card- und Expresscard-Steckplatz.

Ergonomie

Das matte Display eignet sich gut für Text- und Tabellenarbeit. Seine ordentliche Leuchtdichte ist sehr gleichmäßig verteilt, beim Kontrast maßen wir ordentliche Werte. Bei der Farbdarstellung zeigte sich aber ein leichter Rotstich. Der Lüfter arbeitet auch unter Last angenehm leise und stört deshalb nicht.

Mobilität

Nach rund zwei Stunden muss das 2,82 Kilogramm schwere Notebook wieder ans Stromnetz. Das ist zu wenig für unterwegs – vor allem da auch im Akkubetrieb die Rechenleistung des Acer Extensa deutlich hinter der eines Notebooks mit Core 2 Duo zurückliegt.

Handhabung

Die Tastatur ist leicht gebogen – der Anwender kann dadurch eine ergonomischere Schreibhaltung einnehmen. Das Schreibbrett ist stabil eingebaut und auch beim schnellen Tippen leise. Das Tasten-Feedback fiel unseren Testern allerdings zu gering aus.

Verarbeitung

Das dunkelgraue Gehäuse fühlt sich deutlich nach Kunststoff an. Es ist aber solide verarbeitet und knarzt nicht. Das Aufrüsten des Extensa gestaltet sich allerdings kompliziert: Man muss die gesamte Gehäuseunterseite lösen, um an Arbeitsspeicher, Festplatte und CPU zu gelangen. Außerdem ist die Abdeckung ziemlich scharfkantig – da riskiert man schon mal blutige Finger.

Fazit

Als günstiger PC-Ersatz überzeugt das Acer Extensa 5220 - wenn man keine rechenintensiven Anwendungen betreibt. Denn es bietet zahlreiche Schnittstellen für Peripheriegeräte, und das Display ist ordentlich. Für den mobilen Einsatz fällt die Akkulaufzeit zu kurz aus.

Alternativen

Etwas schneller und besser ausgestattet ist das Fujitsu-Siemens Amilo Pa 2510, das rund 40 Euro mehr kostet.

Dieser Beitrag stammt von der COMPUTERWOCHE-Schwesterpublikation www.pc-welt.de