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Preisverfall treibt Plasma-Verkäufe auf Rekordhoch

26.10.2007
Von pte pte
Nach den schleppenden Verkäufen in der ersten Jahreshälfte hat das Geschäft mit Plasma-Panels im dritten Quartal wieder kräftig an Fahrt gewonnen.

Nach Berechnungen der texanischen Marktforscher von DisplaySearch verbuchten die Panel-Hersteller in den vergangenen Wochen mit 3,1 Millionen verkauften Plasma-Panels ein neues Hoch. Im Vergleich zum Vorjahresquartal bedeutet dies ein Plus von neun Prozent. Zu Jahresbeginn hatte die Plasma-Industrie dagegen noch Rückgänge hinnehmen müssen. Ein noch rosigeres Bild malen die Analysten für die kommenden Monate. Im Schlussquartal 2007 soll mit 4,5 Millionen verkauften Displays ein neuer Rekord aufgestellt werden.

Für die aktuellen Absatzrekorde macht DisplaySearch insbesondere die steigende Verfügbarkeit von 1080p-Panels verantwortlich, die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Verlaufsplus von mehr als 1.000 Prozent glänzen können. Darüber hinaus konnte auch das Großformat - also Panels ab einer Größe von 50 Zoll - ihren Anteil an den Plasma-Verkäufen erhöhen. Nicht zuletzt ist auch die zunehmende preisliche Wettbewerbsfähigkeit mit der LCD-Konkurrenz ein bedeutender Faktor für den Aufwind im Plasma-Segment.

Trotz der Absatzrekorde mussten die Plasma-Panel-Hersteller allerdings aufgrund der Preisrückgänge Einbußen bei den Erlösen hinnehmen. Die Umsätze schrumpften laut DisplaySearch gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 31 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Dabei gingen die durchschnittlichen Panel-Preise erneut im zweistelligen Prozentbereich zurück und fielen im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres um 37 Prozent auf 456 Dollar. Vor allem der Erfolg der kleineren 32-Zoll-Panels übte einen zusätzlichen Druck auf die Durchschnittspreise aus.

Um im Flachbildfernseher-Segment weiter Boden gegenüber der LCD-Konkurrenz gut zu machen, arbeiten japanische derzeit an einer Verbesserung der Lichtausbeute. Die Flachmänner sollen dadurch heller leuchten und insgesamt weniger Strom verbrauchen. Die Produkte seien zwar noch nicht marktreif, wie Panasonic-Sprecher Peter Weber im pressetext-Gespräch erklärt. Die Prototypen versprächen aber eine deutliche Reduzierung des Stromverbrauchs. (pte)