Chippreise fallen um bis zu 40 Prozent

Preiskampf zwischen Intel und AMD eskaliert

02.02.2001
MÜNCHEN (CW) - Chipriese Intel plant offenbar, seine Prozessorpreise um bis zu 40 Prozent zu senken. Davon betroffen sind 13 Produkte aus den Linien Pentium 4 und III sowie Celeron und Mobile CPUs. Damit zieht der kalifornische Halbleiterhersteller AMD nach, das seinerseits vor kurzem die Preise einiger Chips um 40 Prozent gesenkt hatte.

Nach bislang unbestätigten Informationen soll Intels Flaggschiff, der Pentium-4-Chip, mit einer Taktrate von 1,5 Gigahertz zukünftig statt 819 nur noch 644 Dollar kosten. Auch die 1,4-Gigahertz-Version soll um 23 Prozent billiger werden und künftig für 440 Dollar zu haben sein.

Die Preissenkungen umfassen auch die Mobile-CPU-Sparte. Demnach soll der Preis für das Highend-Produkt, den Mobile-Pentium-III mit 850 Megahertz, von 722 Dollar auf 508 Dollar sinken. Auch die anderen Pentium-III- und Celeron-Prozessoren für Notebooks würden deutlich billiger. Damit will Intel offenbar seine Anteile im Markt für mobile Rechner sichern. Dieses Segment verzeichnet nach wie vor hohe Wachstumsraten und verspricht respektable Gewinne.

Nach Ansicht von Insidern reagiert Intel mit den Preissenkungen im Desktop-Bereich auf die nachlassende PC-Nachfrage. Die Verantwortlichen hoffen offenbar, mit günstigeren CPU-Preisen das Geschäft wieder ankurbeln zu können. Vor allem dem Pentium 4, auf den der in Santa Clara ansässige Hersteller große Hoffnungen setzt, soll der Weg in den Markt geebnet werden.

Laut Analyst Linley Gwennap sind die Preissenkungen nichts Besonderes. Im Durchschnitt senke Intel einmal im Quartal seine Preise. Interessant sei dagegen die Höhe der Nachlässe. Während der sonst übliche Rahmen zwischen 20 und 25 Prozent liege, machten die Kürzungen um bis zu 40 Prozent deutlich, welcher Druck aufgrund des schwachen PC-Absatzes auf den Chipherstellern laste.