Praxistest: Sony Ericsson K810i

03.05.2007

Lieferumfang / Verarbeitung

Im aufgeräumten Interieur der Schachtel verbergen sich kaum Überraschungen. Neben dem kabelgebundenen Stereo-Headset findet man ein Netzkabel mit durchgeschliffenem Fastport und ein USB-Verbindungskabel im Lieferumfang. Die Bedienungsanleitung ist nicht besonders üppig bemessen, erklärt aber übersichtlich die zentralen Funktionen des K810i. Dazu gibts's die neueste Version der PC Suite inklusive der Ripping-Software Disc2Phone. Ärgerlich: Auf Windows Vista lässt sich die Software derzeit nicht installieren, Abhilfe kündigt der Hersteller fürs kommende Quartal an. Dank des beiligenden 128MB starken M2-Sticks bleibt der Speicherkartenslot nicht lange verwaist.

Eigentlich sah das K800i gar nicht schlecht aus, doch die nicht allzu hochwertige Materialwahl sorgte dafür, dass die Zifferntasten schon bald Abriebspuren aufwiesen und der Lack der Kamerablende abblätterte. Das K810i-Gehäuse wurde von Grund auf neu gestaltet und versprüht jetzt gehobenes Luxuswagenambiente. Auffälligstes Merkmal: der Tastaturaufbau besteht aus einer Plexiglasscheibe, in die runde Kunststofftasten mit Metallglanz eingefügt wurden. Abblättern kann also nichts mehr, dafür zieht das Material jetzt Fingeradrücke an. Auch hat Sony Ericsson den Nachfolger einer Schlankheitskur unterzogen und speckt das K810i um 5mm in Tiefenrichtung ab. Mit nur noch 100 Gramm Gewicht und ohne den herausragenden Kameraslider ist das K810i auch kompakt genug für jede Hosentasche. Statt protzigem Megapixelgeprahle auf glänzendem Grund präsentiert sich der jetzt ins Gehäuse integrierte, leichtgängige Schieber im selben Farbton wie das restliche Gehäuse. Gut gefallen hat uns die Verarbeitung des Geräts; lediglich der Akkudeckel lässt sich bereits mit mäßigem Druck aus seiner Verankerung schieben - auf lange Sicht vermuten wir hier Wackelpotenzial.

Das 240x320 Pixel große transflektive Farbdisplay kann auch bei deaktiverter Hintergrundbeleuchtung und unter starker Lichteinstrahlung abgelesen werden. eine StandBy-Anzeige - im Sony Ericsson-Jargon "Stromsparuhr" genannt - informiert jederzeit über entgangene Anrufe oder SMS. Der von einem blau leuchtenden Ring eingefasste schwarze Joystick lehnt sich in puncto Bedienbarkeit an seinem Vorgängermodell an, ragt aber etwas weniger aus dem Gehäuse. Die dagegen etwas klein geratenen Softkeys überzeugen mit knackigen, tief gesetzten Druckpunkten. Bei der Zifferntastatur setzt der Hersteller auf glänzende Knöpfe, die leicht aus der Frontverschalung hervorragen und sich ausgezeichnet voneinander unterscheiden lassen. Die Tasten verfügen trotz ihrer Größe über einen langen Tastenhub bei knackigen und gleichmäßig gesetzten Druckpunkten. Unabhängig von der Handanatomie kann man auf diesem Handy also fehlerfrei und schnell SMS tippen. Noch deutlich kleiner als beim Vorgänger wurde die Kamerauslösetaste gestaltet: sie steht in der Tradition des Ziffernfelds und ist bei quergehaltenem Handy etwas schwerer zu erfühlen als zu zuvor. Ein kleines Schmankerl erlaubt man sich bei der Tastaturbeleuchtung, die blau und gleichmäßig durchs Tastenfeld schimmert, sanft ein- und ausdimmen kann und klar die Konturen des Tastenfelds nachzeichnet: Im Kameramodus verschwindet die Beleuchtung unter den Tasten und weicht auf die linke bzw. untere Tastenspalte zurück, die Justagemöglichkteiten zur Bildaufnahme bietet.

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