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PowerPC 970 schneller als gedacht?

28.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBMs PowerPC-Blade für das "BladeCenter"-Chassis wird nach Angaben des Konzerns mit Taktraten zwischen 1,8 und 2,5 Gigahertz zu haben sein - zuvor waren nie höhere Werte als 1,8 Gigahertz genannt worden. Das lässt auch gleich die Herzen vieler Apple-Nutzer höher schlagen, denn viele Experten rechnen damit, dass der IBM-Chip demnächst in Macintosh-Rechnern zum Einsatz kommt. Bislang verbaut Apple im G4-Bereich vornehmlich CPUs von Motorola, das gegenüber dem PC-Lager geschwindigkeitsmäßig immer weiter ins Hintertreffen geraten ist.

Der PPC 970 besitzt endlich wie Motorolas G4 eine Vektor-Recheneinheit ("Altivec") und würde darum auch für Apples Highend taugen. Im Prinzip handelt es sich bei dem Chip um einen abgespeckten "Power4" mit einem Core, voller SMP-Unterstützung und vielen Sicherheitsfunktionen (Parity L1, ECC L2, Parity-checked System Bus). Er wird in einem 130-Nanometer-SoI-Prozess (Silicon on Insulator) gefertigt und besitzt 512 KB L2-Cache. Obwohl er in 64-Bit-Architektur ausgelegt ist, verarbeitet er auch für aktuelle PPCs geschriebene 32-bittige Software. (tc)