Vodafone setzt auf den E-Postbrief

Post ärgert Deutsche Telekom

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Einen interessanten Neukunden konnte offenbar die Deutsche Post gewinnen: Vodafone will in Zukunft die Dienste des E-Postbriefs nutzen. Die Deutsche Post kauft dafür Vodafone-Dienstleistungen ein. Damit ärgert die Deutsche Post die Deutsche Telekom gleich zweifach. Der Vodafone-Konkurrent setzt bekanntlich auf De-Mail.

Wie die Redakteure von Teltarif.de herausgefunden haben, ist es der Deutschen Post gelungen, mit Vodafone einen interessanten neuen Kunden für den E-Postbrief zu gewinnen. Den Informationen zufolge plant man sogar eine neue strategische "gelb-rote Partnerschaft".

Vodafone-Kunden können künftig über den E-Postbrief ihre Rechnung bezahlen.
Vodafone-Kunden können künftig über den E-Postbrief ihre Rechnung bezahlen.
Foto: Vodafone

Vodafone-Kunden sollen demnach in Zukunft ihre Rechnungen nicht nur per E-Post erhalten, sondern auch über den E-Postbrief der Deutschen Post bezahlen können. Zudem wolle Vodafone die Deutsche Post „bei der digitalen Briefzustellung (…) aktiv unterstützen.

Auch soll es um den gemeinsamen Ausbau (mobiler) Bezahlsysteme gehen. Den Informationen zufolge sagte Vodafone-Chef Fritz Joussen außerdem: „Gemeinsam mit der Deutschen Post wollen wir dabei in einer langfristigen Entwicklungspartnerschaft die für uns strategisch wichtigen Bereiche der digitalen Identität und der digitalen Bezahlsysteme ausbauen. Hier wird es einige Synergien geben.“

Die Post wolle ihrerseits in Zukunft auf das Vodafone-Netz setzen und dafür entsprechende Mobilfunk- und Datenangebote für ihre Kommunikationsdienste in Deutschland, Asien, Afrika und Asien beziehen, heißt es weiter. Damit werde die Deutsche Post „zu einem der größten Kunden für Vodafone in Deutschland mit 30.000 Sprach- und 6000 Datenkarten, 6000 OfficeNet-Installationen sowie umfangreichen Leistungen im Machine-to-Machine-Bereich und bei den Blackberry-Services.“

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