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Kostenlos und mit "Web 2.0"

PONS startet neues Online-Wörterbuch

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der Klett-Sprachenverlag PONS hat zur Frankfurter Buchmesse ein kostenloses Online-Wörterbuch gestartet.

Dieses findet sich unter www.pons.eu und enthält bereits 3.589.347 Wörter in speziell für das Internet aufbereiteten Wörterbüchern in den fünf Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch sowie Polnisch (neben Deutsch natürlich). Das Nachschlagen ist jeweils in beiden Sprachrichtungen möglich. Weitere Sprachen sollen in Kürze folgen, außerdem ist eine Version von www.pons.eu für mobile Endgeräte geplant. Für den Endkunden ist die Benutzung des Online-Wörterbuchs kostenlos, es wird durch Werbung finanziert.

Auch für mobile Endgeräte nutzbar: Pons neues Wörterbuch
Auch für mobile Endgeräte nutzbar: Pons neues Wörterbuch

Der eigentliche Clou von www.pons.eu ist aber wohl die Web-2.0-Erweiterung "Open Dictionary": Jeder Besucher kann (ähnlich wie bei der Wikipedia) nach kurzer Anmeldung an dem Wörterbuch mitschreiben. PONS sieht darin unter anderem eine interessante Möglichkeit zur Selbstdarstellung für Übersetzer und Sprachtrainer. Alle neuen Einträge werden von der PONS-Wörterbuchredaktion geprüft. Der Besucher der Website sieht alle Einträge und kann an der Farbe unterscheiden, ob ein Inhalt schon PONS-geprüft ist oder nicht. www.pons.eu ist das erste Online-Wörterbuch, das Marken-Content und Benutzerbeiträge (User Generated Content, UGC) zusammenführt.

Eine weitere Besonderheit von www.pons.eu ist die direkte Anbindung an das PONS-Bildwörterbuch, das allerdings nur für Englisch-Deutsch und Deutsch-Englisch zur Verfügung steht. Die neue PONS-Seite befindet sich offiziell noch im Beta-Stadium. Unter anderem sei die Suche noch nicht hundertprozentig fehlertolerant, schreibt der Anbieter. Sie solle aber in den nächsten Wochen "stark optimiert" werden.