DV-Industrie kann sich nicht beklagen:

Plus auf der ganzen Linie

05.11.1982

FRANKFURT (pi) - Der Auslandsabsatz der DV-Industrie in den ersten acht Monaten 1982 war ein Motor des guten Geschäftes für die inländischen DV-Hersteller: Er stieg um knapp 22 Prozent und verhalf damit diesem Industriezweig dazu, als Stütze der Elektrokonjunktur zu gelten.

So jedenfalls stellte der scheidende Vorsitzende des ZVEI-Fachverbandes, Dr. Hans Joachim Bohn, die Situation der Datenverarbeitungsindustrie anläßlich der Mitgliederversammlung des Verbandes dar. Die Nachfrage nach EDV-Produkten nahm in den ersten acht Jahresmonaten sowohl im In- als auch im Ausland wieder zu. Nominal stieg dieser Wert um 14 Prozent. Die Auslandsnachfrage war mit 23,4 Prozenten beteiligt, die inländische Nachfrage erholte sich nach einem zehnprozentigen Rückgang im vergangenen Jahr und wuchs wieder um 5,3 Prozentpunkte.

Auch die Umsätze kletterten. Sie verzeichnen ein Plus von 15 Prozent. Dabei stieg der Inlandsabsatz mit acht Prozentpunkten schwächer als der Absatz ins Ausland mit 21,7 Punkten.

Die Branche rechnet nach Angaben des Vorsitzenden Bohn mit einer Zunahme der Bestellungen für das gesamte Jahr 1982 um 16 bis 17 Prozent und einem Umsatzwert von rund zehn Milliarden Mark (1981: 8,4 Milliarden). Bemerkenswert findet Bohn die Entwicklung der Erzeugerpreise auf dem Datenverarbeitungssektor: Sie stiegen nach mehreren Jahren des Rückganges bis einschließlich August um 3,7 Punkte von Hundert.

Die Beschäftigtenzahl im Produktionsbereich der EDV-Unternehmen stieg in den vergangenen drei Jahren um dreiunddreißig Prozent auf 61 500 Mitarbeiter.