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Plumtree geht an die Börse

04.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Portalsoftwarehersteller Plumtree platzierte am gestrigen Montag bei seinem Börsengang an die Nasdaq fünf Millionen Aktien und erlöste damit 42,5 Millionen Dollar. Der Wert lag mit 8,50 Dollar je Anteilschein im oberen Bereich der reduzierten Bookbuilding-Spanne von sieben bis neun Dollar. Das Unternehmen hatte am 10. Mai seinen ursprünglichen Plan aufgegeben, die Aktien zu einem Preis zwischen 13 und 15 Dollar auf den Markt zu bringen. Die Softwareschmiede hatte bereits für September 2000 einen Antrag auf ein Going Public gestellt, der IPO wurde aber wegen der schlechten Börsenlage mehrmals verschoben. Trotz ähnlich ungünstiger Außenfaktoren hat sich nun zumindest die Finanzlage der Company gebessert: Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs erzielte Plumtree erstmals einen leichten Nettogewinn von 157.000 Dollar bei 23,2 Millionen Dollar Umsatz.

Die Kalifornier sind US-Marktführer im Bereich Portalsoftware und konnten sich gegen Firmen wie Microsoft, IBM, BroadVision oder Epicentric durchsetzen: So stiegen die Jahreseinnahmen seit 1998 von 181.000 auf 81,5 Millionen Dollar. (mb)