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Plenum mit Jahresverlust und nüchternen Erwartungen

18.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mit einem Umsatzplus von zwei Prozent auf 41 Millionen Euro hat der IT-Dienstleister Plenum AG sein Planziel für 2004 erreicht. Den anvisierten Jahresgewinn verfehlte das Wiesbadener Unternehmen jedoch. Statt dessen verbuchte Plenum nach vorläufigen Zahlen einen Nettofehlbetrag von 1,7 Millionen Euro, nachdem 2003 noch ein leichtes Plus von 200.000 Euro erzielt worden war.

Schuld an dem Rutsch in die roten Zahlen war laut Plenum großen Teils ein Softwareentwicklungsauftrag der Bauberufsgenossenschaften. Das seit drei Jahren laufende und mit einem Volumen von insgesamt 40 Millionen Euro größte Projekt in der Firmengeschichte steuerte zwar 42 Prozent zum Jahresumsatz bei. Verbunden mit Projektverschiebungen im Dezember führten die Verhandlungsergebnisse zum Abschluss des Phoenics-Auftrags jedoch zu einem Verlust von 1,5 Millionen Euro im Schlussquartal.

Da viele Unternehmen bislang die organisatorischen Voraussetzungen für Offshoring-Projekte noch nicht geschaffen haben, will sich Plenum im Geschäftsjahr 2005 noch stärker auf beratungsintensive Themen sowie auf die Steuerung und Gestaltung der technischen und organisatorischen Umsetzung konzentrieren. Als Schwerpunktthemen nannte das Unternehmen CRM-Strategien (Customer Relationship Management) und ihre Umsetzung oder E-Commerce- und Portallösungen. Auf das reine Implementierungsgeschäft mit hohem Fremdleistungsanteil will Plenum dagegen bewusst verzichten, um den anhaltenden Preisdruck in diesem Bereich weitgehend zu vermeiden. Die Wiesbadener gehen davon aus, dass die Ertragskraft aus dem operativen Geschäft im laufenden Jahr deutlich steigt. Insgesamt werde jedoch mit einem deutlichen Umsatzrückgang gerechnet. Den vollständigen Geschäftsbericht 2004 will Plenum ab dem 7. April auf seiner Website veröffentlichen. (mb)