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Plaut sieht Turnaround erreicht

27.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Plaut AG sieht nach dem Abschluss umfangreicher Restrukturierungsmaßnahmen ihre wirtschaftliche Basis und Liquidität nachhaltig gesichert: Wie die Salzburger IT-Beratungsgruppe mitteilte, wurden die Bankverbindlichkeiten mit den Erlösen aus dem Verkauf der nordamerikanischen und osteuropäischen Aktivitäten an IDS Scheer sowie den Management-Buy-outs in Italien und Spanien um 80 Prozent reduziert. Gleichzeitig verringern sich künftig die Holding-Kosten um 70 Prozent. Hierzu tragen laut Plaut insbesondere die deutlich niedrigeren Bankzinsen und die erhebliche Senkung der Betriebskosten bei.

Nach Abschluss der Restrukturierung kehrt der Interims-CEO Eberhard Lind wieder in den Aufsichtsrat zurück. Der neue Vorstand besteht nun anstatt aus fünf nur noch aus drei Mitgliedern: Nico Brunner als Vorstandssprecher und Co-CEO, Didier Moscatelli als Co-CEO und Johann Zwicklhuber als CFO.

Für das Geschäftsjahr 2004 stellt Plaut Einnahmen von 70 bis 75 Millionen Euro sowie eine Gewinnspanne von mehr als fünf Prozent vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Aussicht. Zahlen für das abgeschlossene dritte Quartal und die ersten neun Monate 2003 wurden nicht bekannt gegeben. Plaut notiert seit Anfang diesen Jahres am Geregelten Markt in Frankfurt, für den eine eingeschränkte Publikationspflicht gilt. (mb)