Hopp behält Aktien

Plattner will Aufsichtsratschef bei SAP bleiben

02.04.2012
Der Vorsitzende des SAP-Aufsichtsrats wird erneut für eine Amtszeit kandidieren.
Hasso Plattner bleibt bei SAP wohl weiter der Strippenzieher im Hintergrund.
Hasso Plattner bleibt bei SAP wohl weiter der Strippenzieher im Hintergrund.
Foto: Picture Alliance/DPA

"Ich will weitermachen", sagte Hasso Plattner (68) der "Welt am Sonntag" anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Walldorfer Softwareschmiede. "Der Wandel in der IT-Industrie ist enorm spannend. Den wollen wir mitgestalten." Plattner ist bereits seit 2003 Vorsitzender des Kontrollgremiums und der letzte der fünf SAP-Gründer, der noch aktiv in dem Konzern tätig ist. Das Unternehmen ist der weltweit führende Anbieter von Firmensoftware.

Ein anderer SAP-Mitgründer und Großaktionär, Dietmar Hopp (71), hat keine Pläne, sich von Aktien des Konzerns zu trennen. Er sei "ohne Not nicht bereit, Anteile abzugeben", sagte Hopp der Wirtschaftszeitung "Euro am Sonntag". Doch sehe er eine solche Situation weder für sich als Privatmann noch für seine Stiftung, betonte der Mäzen des Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim.

SAP - kurz für "Systemanalyse und Programmentwicklung" - war 1972 von ehemaligen IBM-Mitarbeitern gegründet worden. Prominentester SAP-"Vater" neben Plattner und Hopp ist Klaus Tschira (71), der als Förderer im Bereich Naturwissenschaften tätig ist.

Hopp, langjähriger Vorstandschef und Vorsitzender des Aufsichtsrats, hält über die gleichnamige Stiftung rund sechs Prozent der SAP-Aktien. Weitere Anteile hält er in seinem Privatvermögen. In der Vergangenheit hatte es wiederholt Spekulationen gegeben, Hopp könnte sich möglicherweise von seinen Anteilen trennen.

Mit dem aktuellen Aktienkurs zeigte sich Hopp "mehr als zufrieden". Die seit 2010 amtierende Doppelspitze mit Jim Hagemann Snabe und Bill McDermott habe "sehr geschickt agiert". Der Konzern sei mit den jüngsten Übernahmen und der Produktoffensive nun wieder "überragend" aufgestellt. Er könne nur hoffen, dass Snabe und McDermott die Führungsspitze "für das nächste Jahrzehnt" blieben. "Jung genug sind die beiden ja", sagte Hopp der Wirtschaftszeitung. (dpa/tc)

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