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Industrie 4.0

Plattform Industrie 4.0 und IIC kooperieren bei Referenzarchitekturen

31.03.2016
Die deutsche „Plattform Industrie 4.0“ will enger mit dem Industrial Internet Consortium (IIC) zusammenarbeiten. Die engere Kooperation soll zukünftig auf weitere Bereiche wie Standardisierung, Testumgebungen und Business-Szenarien ausgedehnt werden.

Vertreter beider Initiativen haben Anfang dieses Monats bei einem Treffen in Zürich ausgelotet, wie die nebeneinander existierenden Referenzmodelle des IIC (IIRA - Industrial Internet Reference Architecture) und der Plattform Industrie 4.0 (RAMI4.0 - Referenzarchitekturmodell Industrie 4.0) in Einklang gebracht werden können. Dabei herrschte Einigkeit darüber, dass die beiden Modelle sich bereits in Teilen überschneiden und einander ergänzen können.

Auf dem Treffen wurde sowohl ein erster Entwurf erarbeitet, der die direkten Beziehungen einzelner Elemente der Referenzmodelle hervorhebt, als auch eine Roadmap entworfen, die die zukünftige Interoperabilität zwischen den Architekturkonzepten sicherstellen soll. Die zukünftige Kooperation soll sich auf weitere Bereiche wie etwa die Testumgebungen ("IIC-Testbeds" und "I4.0 Testumgebungen") sowie den Bereich Normung und Standardisierung für den Bereich Industrie 4.0 erstrecken.

"Die Kooperation mit anderen Initiativen ist für einen exportorientierten Standort wie Deutschland besonders wichtig", sagt Siegfried Russwurm, Vorstand bei der Siemens AG und Technischer Direktor der Plattform Industrie 4.0. "Wir haben großes Interesse daran, mit anderen Initiativen zusammenzuarbeiten, um damit den Weg für globale Standards zu ebnen. Die Kooperation mit dem IIC ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung".

Die Plattform Industrie 4.0

Industrie 4.0 gehört zu den im Aktionsplan Hightech-Strategie 2020 verabschiedeten Zukunftsprojekten der Bundesregierung. Der durch die Forschungsunion Wirtschaft - Wissenschaft des BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) eingesetzte Arbeitskreis Industrie 4.0 übergab im Oktober 2012 den von ihm erarbeiteten Bericht unter dem Titel "Umsetzungsempfehlungen für das Zukunftsprojekt Industrie 4.0".

Die Verbände BITKOM, VDMA und ZVEI, die zusammen über 6.000 Mitgliedsunternehmen repräsentieren. griffen die Aufforderung zur Weiterentwicklung des Projekts Industrie 4.0 auf und schlossen im April 2013 eine Kooperationsvereinbarung und riefen die Plattform Industrie 4.0 ins Leben. Der Start der Plattform wurde offiziell auf der Hannover Messe 2013 bekannt gegeben. Im April 2015 wurde die Plattform Industrie 4.0 weiter ausgebaut, seither sind neue Akteure aus Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik hinzugekommen.