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Plattenspeichermarkt zieht an

05.03.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der weltweite Markt für Plattenspeichersysteme ist im Schlussquartal 2003 deutlich gewachsen. Erhebungen der Marktforschungsgesellschaft IDC zufolge stiegen die Umsätze gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,1 Prozent auf 5,62 Milliarden Dollar. Es herrsche wieder Optimismus in den USA, begründet John McArthur, Vice President von IDC, die starke Nachfrage von US-Unternehmen. Außerhalb der Vereinigten Staaten gebe es nach wie vor kaum Anzeichen für eine tiefgreifende Erholung, so McArthur. Zwar legte das Geschäft in Westeuropa um elf Prozent auf Dollar-Basis zu, doch hätten die Hersteller lediglich von positiven Währungseffekten profitiert. In den lokalen Währungen gerechnet, wäre der Plattenspeichermarkt in der Region dagegen geschrumpft.

Einen wesentlichen Beitrag zu dem weltweiten Wachstum leisteten laut IDC Highend-Systeme. Die Bereitschaft der Unternehmen, ihren Maschinenpark auf den neuesten Stand zu bringen, sei deutlich höher als in vorangegangenen Quartalen, erklärt McArthur. Zudem ersetzten Firmen nun häufig viele kleine durch wenige große Speichersysteme, um die Betriebs- und Wartungskosten zu senken. Nutznießer solcher Konsolidierungsstrategien war unter anderem EMC, das seinem Erlöse mit "Symmetrix"-Arrays im vierten Quartal 2003 um 13 Prozent steigerte. Auch IBM verzeichnete bei seinen Midrange-Systemen deutliche Umsatzzuwächse.

Als Marktführer im Bereich externe Plattenspeichersysteme behauptete sich laut Untersuchung HP mit einem Anteil von 21,7 Prozent an den weltweiten Umsätzen, gefolgt von EMC und IBM mit 20 beziehungsweise 16,8 Prozent. Auf den Plätzen vier und fünf lagen Hitachi (7,4 Prozent) und Dell (6,4 Prozent). Rechnet man die in Servern verbauten Festplattensysteme hinzu, führt HP mit 25,6 Prozent, gefolgt von IBM (23,3 Prozent) und EMC (11,7 Prozent). (mb)