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Plant Sun-Chef Scott McNealy seinen Rückzug?

21.04.2006
An der Wall Street sind zum wiederholten Mal Gerüchte im Umlauf, denen zufolge Scott McNealy, Chairman und Chief Executive Officer (CEO) von Sun Microsystems, seinen Rücktritt plant.

Das "Wall Street Journal" spekuliert in seiner heutigen Ausgabe über angebliche Rückzugspläne des Mitbegründers von Sun und bezieht sich dabei auf ehemalige Mitarbeiter des Unternehmens sowie "andere" Quellen. Als wahrscheinlichster Nachfolger wird Jonathan Schwartz genannt, zurzeit President und Chief Operating Officer (COO) des Unternehmens. Gerätselt wird über den möglichen Zeitpunkt des Thronwechsels. Die Angaben schwanken zwischen nächster Woche, wenn Sun seine aktuellen Quartalszahlen bekannt gibt, und "in einigen Monaten".

Als Indiz wird unter anderem der Wiedereinstieg von Finanzchef Michael Lehman gewertet, der diese Position bis 2002 inne hatte und Anfang dieses Jahres zurückgekehrt ist. Der Aktienkurs ist seitdem um rund 20 Prozent angestiegen. Dem Wirtschaftsblatt zufolge gehen Finanzanalysten davon aus, dass Lehman in größerem Stil Restrukturierungsmaßnahmen vorantreiben möchte. McNealy sei aber traditionell ein Gegner von drastischen Einschnitten (siehe: Ex-Sun-Manager: McNealy hat zu lange gezögert).

Der Sun-Chef selbst hatte allerdings wiederholt gesagt, er denke nicht an einen Rücktritt. Allerdings glaubt das Wall Street Journal, dass der Verwaltungsrat verstärkt Druck auf das Management ausübt, um der Performance des Unternehmens und der Entwicklung des Aktienkurses auf die Sprünge zu helfen.

Sun war 1982 gegründet und als Anbieter von Workstations groß geworden. Dem Unternehmen gelang es später, den Erfolg auf die Server-Welt auszudehnen und schließlich vom Dotcom-Boom kräftig zu profitieren. Als jedoch die großen Kunden aus der Telekommunikationsindustrie und dem Finanzwesen ihre Investitionen zurückführen, begann der tiefe Fall des einstigen Börsenlieblings. (hv)