Mobiler Hotspot "Goodspeed"

Planbare Roaming-Kosten

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Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der Hersteller Uros hat sein Service-Angebot nicht nur auf Länderebene ausgeweitet sondern bietet auch ein Kostenmodell für Unternehmenskunden an. Durch den Einsatz von Goodspeed können Vielreisende, die auf Datenverkehr angewiesen sind, durch Daten-Flat-Modelle einiges an Geld sparen.

Nicht wenige Geschäftsreisende standen bei ihrer Rückkehr ins Heimatland vor vierstelligen Rechnungen ihres Mobilfunkanbieters. Solchen Überraschungen will das finnische Unternehmen Uros mit seinem mobilen Hotspot "Goodspeed" seit Ende 2012 entgegenwirken.

Das Gerät hat mit den Ausmaßen 123 x 63 x 13 mm die Größe eines Smartphones, in das bis zu zehn SIM-Karten passen. Je nach Reiseland greift der kleine UMTS-Router auf die lokale SIM zu. Unterstützt werden Datenraten von bis zu 21,1 Mbit/s im Download und bis zu 5,76 Mbit/s im Upload. Über ein WLAN-Netz (802.11b/g/n) können dann bis zu fünf Nutzer auf das Internet zugreifen. Das Besondere dabei: Je nach Reiseland stellt Uros als Service auch die benötigten SIM-Karten bereit. Derzeit werden knapp 50 Länder, überwiegend in Europa, sowie in Russland, China Taiwan, USA (nur GSM), Kanada und Lateinamerika unterstützt. In seinem Heimatland kann der Nutzer auch eine persönliche SIM-Karte einsetzen, die dann automatisch die bestehende kostenpflichtige SIM-Karte ersetzt. Eine genaue Übersicht der supporteten Länder sowie der Kosten, bietet Uros immer aktuell auf seiner eigenen Website.

Ein Datenaustausch im LTE-Netz ist mit Goodspeed aktuell noch nicht möglich. In diesem Punkt muss noch mit den Mobilfunkanbietern verhandelt werden. Eventuell könnten erste Einigungen gegen Ende dieses Jahres vorliegen. "Es ist keine Frage der Technik, sondern des Preises", sagt Tommi Uhari, Gründer und CEO von Uros.

Preismodelle für verschiedene Zielgruppen

Ein Schnäppchen ist Goodspeed allerdings nicht, weshalb der Dienst primär für Business-Kunden interessant ist. So kostet das Device allein 239 Euro, zusätzlich berechnet der Anbieter die Services je nach gewähltem Kostenmodell

Kostenmodelle

Lite-Version

Pro-Version

Business-Version

mtl. Servicegebühr

-

9,90 Euro

299 Euro
+ 15 Euro pro Gerät

Anzahl supporteter Geräte

1

1

bis zu 20

Datenvolumen
p. Tag

bis zu 1000 MB

bis zu 1000 MB

bis zu 1000 MB

Verwendung eigener SIM-Karten

1

unbeschränkt

unbeschränkt

Roaming-Gebühren
pro Tag

16,50 Euro

ab 5,90
(länderabhängig)

ab 5,90
(länderabhängig)

Zentrales Gerätemanagement

nein

nein

ja

Mit der monatlichen Servicegebühr sollen sollen die Aufwände für automatische Updates, eine übersichtliche Kontoverwaltung und die Erschließung weiterer Zielländer weltweit abgedeckt werden. Der Service selbst ist dagegen relativ günstig, zumal nur die Tage in Rechnung gestellt werden, an denen das Internet tatsächlich genutzt wird. Zwar fällt je nach Zielland eine Gebühr von 5,90 oder 9,90 Euro an, dafür erhalten die Nutzer allerdings eine "Datenflat" von 500 MB beziehungsweise 1GB. Nach Erreichen des Datenlimits wird die Bandbreite bis zum nächsten Tag auf GPRS-Speed reduziert. Eine Mindestvertragszeit gibt es nicht; das Angebot kann jederzeit aufgelöst werden.

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