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Pixelpark will mehr als die Hälfte der Stellen streichen

28.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bertelsmann will Pixelpark AG wieder in die Gewinnzone bringen. Dazu plant der Medienriese aus Gütersloh, die defizitäre Multimedia-Agentur an der Bertelsmann rund 60 Prozent der Anteile hält, intern einem anderen Unternehmensbereich zuzuordnen. Künftig wird sich nicht mehr die auf das Endkundengeschäfte (B2C) konzentrierte Directgroup, sondern der für das B2B-Geschäft zuständige Mediendienstleister Arvato um die Pixelpark-Belange kümmern. Dabei wird Pixelpark der Führung von Jürgen Richter, Vorstandchef der Fachverlagsgruppe BertelsmannSpringer, unterstellt. Der Sanierer zieht in den Aufsichtsrat des Internet-Dienstleisters ein und soll den Verlustbringer wieder in die Gewinnzone führen. So ist unter anderem geplant, bei Pixelpark 500 von derzeit 950 Stellen zu

streichen. Richter soll auch auf das ebenfalls rote Zahlen schreibende Internet-Portal Lycos Europe Einfluss nehmen. Die Gütersloher wollen ihn bei der Hauptversammlung am Freitag als neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates vorschlagen. Der Medienkonzern ist bei Lycos Europe mit knapp elf Prozent direkt sowie über das Verlagshaus Gruner & Jahr zu 5,5 Prozent beteiligt.