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Pixelpark schließt Standorte in Hamburg und Berlin

02.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Pixelpark AG hat umfangreiche Maßnahmen zur Restrukturierung ihrer Geschäftsbereiche eingeleitet. Demnach beteiligen sich der Gesellschafter Bertelsmann und der Vertragspartner HVB Immobilien AG an der Sanierung des Unternehmens. Zwar reduziert Bertelsmann seine Mehrheitsbeteiligung von 60,3 auf 20 Prozent, stellt aber einen abschließenden Finanzierungsbeitrag von 3,2 Millionen Euro zur Verfügung. Mit HVB wurde eine Einigung über bestehende Mietverträge der Berliner Niederlassung erziehlt, teilte das Unternehmen mit.

In Berlin verbleiben wenige Zentralfunktionen von Pixelpark sowie der IT-Entwicklungs- und Servicebereich, der allerdings ausgegliedert werden soll. Die restlichen Bereiche in Berlin werden geschlossen. Auch der Standort in Hamburg wird dicht gemacht und lediglich als Vertriebsbüro weitergeführt. Damit streicht das Unternehmen 150 der 250 Stellen in Deutschland. Die Kunden werden von der Kölner Firmendependance aus betreut.

Pixelpark steht seit längerer Zeit unter starkem Druck. Im zweiten Quartal 2002 brach der Umsatz um fast die Hälfte ein: von 23,5 Millionen auf zwölf Millionen Euro. 2001 hatte Pixelpark 86 Millionen Euro Verlust gemacht. Die Quartalszahlen zum 30.9. 2002 werden erst im Dezember veröffentlicht. (lex)