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Pixelpark-Gründer Neef soll's richten

14.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Paulus Neef gibt nicht so schnell auf: Der fristlos entlassene Unternehmensgründer hat in den beiden Großaktionären Wolf-Dieter Gramatke und Axel Fischer zwei Fürsprecher gefunden, die ihn zurück ins Unternehmen holen möchten, wie die "Financial Times Deutschland" berichtet. Gramatke und Fischer forderten die Ablösung des jetzigen Vorstandschefs Jürgen Richter im Rahmen einer außerordentlichen Pixelpark-Hauptversammlung. Richter gebe dem Unternehmen "keine Perspektive", so die Kritik der beiden Großaktionäre. Sie hatten ihre jeweils 20-prozentigen Beteiligungen im Dezember vom früheren Mehrheitseigentümer Bertelsmann gekauft (Computerwoche online berichtete). Unternehmensgründer Neef besitzt noch einen Aktienanteil von 17,7 Prozent, allerdings hat er sein Stimmrecht an die Privatbank Sal. Oppenheim

übertragen. Richter äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen. Neef hatte letzte Woche einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung gestellt. Dieser werde noch geprüft, hieß es aus Unternehmenskreisen. Der Aufsichtsrat begründete die Entlassung Neefs mit dem "dringenden Tatverdacht strafbarer Handlungen". Hintergrund war der Verkauf einer Verlust bringenden Tochtergesellschaft. (iw)