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Pixar rendert künftig auf Linux und Intel

10.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Digitaltrickfilm-Firma Pixar Animation Studios ("Toy Story", "Monsters Inc.") ersetzt die Sun-Server seiner so genannten Render Farm - dort werden die Entwürfe der Grafiker von Rechnern in fertige Filmbilder umgerechnet - durch acht neue Bladeserver von Racksaver. Diese beherbergen insgesamt 1024 auf 2,8 Gigahertz getaktete Xeon-Prozessoren von Intel und laufen unter Linux. Pixar hat das System im Laufe der vergangenen sechs Monate installiert und wird darauf seinen nächsten Streifen "The Incredibles" produzieren, der im kommenden Jahr in die Kinos kommt. Dazu wurde auch die hauseigene Spezialsoftware "Renderman" auf Linux portiert. Sun und AMD hatten sich US-Presseberichten zufolge ebenfalls um das Projekt beworben, gingen aber ebenso leer aus wie Apple, das sich mit Pixar den CEO (Chief Executive Officer) Steve Jobs teilt.

Die Kombination aus kostengünstiger Intel-Hardware und dem Open-Source-Betriebssystem Linux wird in der Filmindustrie immer beliebter. Im vergangenen Juli hatte beispielsweise die Effektschmiede Industrial Light and Magic Unix-Workstations von SGI durch Dell-Maschinen unter Linux ersetzt und eine Render Farm mit AMD-Prozessoren installiert. Auch Dreamworks und Imageworks (Sony Pictures) haben inzwischen Linux-Intel-Lösungen im Einsatz. (tc)