Open-Source und Linux-Rückblick für KW 33

Piwik 2.5.0 ist ausgegeben

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Entwickler der freien Web-Analytik-Software Piwik haben Version 2.5.0 zur Verfügung gestellt.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open-Source und Linux in Kalenderwoche 33. Ab sofort steht Univention Corporate Server (UCS) 3.2-3 zur Verfügung.

SUSE Cloud 4.0 steht bereit. Ab sofort gibt es eine erste Beta-Version des Debian-Installers 8.

Piwik 2.5.0

Piwik ist eine freie Web-Analytik-Software und wird gerne als Ersatz für Google Analytics genommen. Ab sofort steht Version 2.5.0 zur Verfügung.

Laut eigenen Angaben gibt es Verbesserungen bei den APIs und der allgemeinen Stabilität. Weiterhin hat sich die Anwender-Freundlichkeit verbessert.

Piwik 2.5.0 beinhaltet kein großen Datenbank-Upgrade. Somit sollte eine Aktualisierung recht unkompliziert sein. Allerdings gibt es Änderungen in Sachen APIs und diversen Funktionen werden nicht mehr unterstützt. Entwickler von Plugins sollten sich aus diesem Grund das Changelog zu Gemüte führen.

Insgesamt haben die Entwickler 87 Tickets geschlossen. Sie können die aktuelle Version bei Piwik.org herunterladen. Haben Sie die Software bereits im Einsatz, ist ein Online-Upgrade möglich.

Univention Corporate Server (UCS) 3.2-3

UCS 3.2-3 ist das dritte Punkt-Update für die Linux-Server-Lösung. Mithilfe des neuen Moduls Active Directory Connection lassen sich die von UCS verwaltete Domäne und ein existierendes Active Directory zusammenführen. Weiterhin wurde die Kompatibilität in Bezug auf Active Directory verbessert und UCS unterstützt nun Microsofts DPAPI (Data Protection Application Program Interface).

Weiterhin wurde der Einrichtungs-Assistent komplett überarbeitet und soll es damit den Administratoren noch einfacher machen. PHP 5.4.4 wurde auf UCS 3.2 zurückportiert. Sie können es aus einem separaten Repository installieren und die Software wird mit Security-Updates versorgt.

Laut eigenen Angaben hat sich auch die OpenLDAP-Replikation deutlich verbessert. Als Herzstück dient Linux-Kernel 3.10.11.

SUSE Cloud 4.0

SUSE Cloud 4.0 ist zirka ein halbes Jahr nach SUSE Cloud 3.0 erschienen. Fast alle Verwaltungs-Funktionen verrichtet dabei OpenStack "Icehouse".

SUSE Cloud wird mit dem Ziel entwickelt, private und hybride Cloud-Umgebungen betreiben zu können. Damit System-Administratoren diverse Cloud-Dienste einfacher installieren können, gibt es nun ein Installations-Framework, das auf dem Crowbar-Projekt basiert. Weiterhin unterstützt SUSE Cloud 4.0 laut eigenen Aussageb VMware NSX.

Eine weitere Neuerung ist die Integration des verteilten Objekt-Speichers Ceph. Interessierte können SUSE Cloud 4.0 als Abonnement erwerben.

Beta-Version von Debian-Installer für Version 8 "Jessie"

Fans von Debian GNU/Linux können ab sofort eine erste Beta-Version des Installers für Version 8 "Jessie" testen. Als Standard-Init-System setzt man ab sofort auf systemd und als Kernel kommt 3.14.15 zum Einsatz.

Weiterhin wurden die Installations-Abbilder der GNOME-Version repariert. Sie installieren nun auch tatsächlich GNOME und nicht Xfce als Desktop-Umgebung.

Am 16. August feierte das Debian-Projekt eine Art Geburtstag. An diesem Tag im Jahre 1993 hat Ian Murdock die erste Version angekündigt. Ausgegeben wurde sie allerdings erst einen Monat später am 15. September 1993. Somit kann man sich streiten, was nun der tatsächliche Geburtstag von Debian GNU/Linux ist.

Debian ist unter anderem die Basis für Knoppix, Ubuntu und das für den Raspberry Pi entwickelte Raspbian.