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"Wall Street Journal"

Pinterest bald mit 2,5 Milliarden Dollar bewertet?

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die Bilder-Sammelseite Pinterest steht einem US-Medienbericht zufolge vor dem Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde.
Pinterest will und muss langsam auch Umsatz machen - mit Werbung zum Beispiel.
Pinterest will und muss langsam auch Umsatz machen - mit Werbung zum Beispiel.

In deren Rahmen könnte Pinterest mit bis zu 2,5 Milliarden Dollar bewertet werden, schreibt das "Wall Street Journal" in seiner Online-Ausgabe. Zuletzt hatte das im vergangenen Jahr explosionsartig gewachsene Startup im Mai vergangenen Jahres 100 Millionen Dollar von einem Konsortium unter Führung der japanischen E-Commerce-Firma Rakuten bekommen und wurde dabei mit 1,5 Milliarden Dollar bewertet. Insgesamt hat Pinterest bislang 140 Millionen Dollar Wagniskapital von außerdem Bessemer Venture Partners, Firstmark Capital und Andreessen Horowitz erhalten.

Pinterest hat bislang praktisch keinen Umsatz gemacht und erst recht keinen Gewinn. Im Dezember 2012 kamen laut Comscore 48 Millionen Besucher auf die Seite nach erst neun Millionen ein Jahr zuvor. Mit diesem Wachstum versucht die Company Schritt zu halten - sie ist von rund 20 Mitarbeitern Anfang vergangenen Jahres auf mittlerweile 100 gewachsen, die CEO Ben Silberman unter anderem von Facebook, Google und Amazon.com abgeworben hat.

Mit seiner Zentrale ist Pinterest von einem kleinen Büro in Palo Alto in eine Art Lagerhalle mit 5400 Quadratmetern in San Francisco umgezogen, hat seine Technik aufgerüstet, neue mobile Apps entwickelt und verschiedene Features auf seiner Webseite verbessert. Jetzt will Pinterest auch Umsatz machen - es prüft dem Bericht zufolge ein mögliches Werbesystem und baut außerdem Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen aus, um Pinterest-Traffic in mögliche Warenverkäufe zu konvertieren und dafür eventuell Provisionen einzustreichen.

Lawrence Lenihan vom Investor Firstmark sieht Pinterest "als eine Marketing-Plattform" und findet: "Da geht noch eine Menge und man kann noch viel mehr probieren". Im Laufe des Jahres will Pinterest unter anderem internationale Auftritte starten und das "Pinnen" von mobilen Endgeräten mit unter anderem deren eingebauten Kameras erleichtern. Und die Zahl der Mitarbeiter soll bis Endes des Jahres auf um die 200 steigen.

"Pinterest muss noch viel einfacher zu benutzen sein", sagt Mitgründer Evan Sharp (30), der das Raster-Design der Pinterest-Webseite entwickelt hat. "2013 wollen wir ein hochgradig personalisierter Dienst werden."