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Pinguine hinterm Deich

08.08.2006
Nach den Servern migriert der Landkreis Friesland auch die meisten Desktops und die Groupware auf Linux.

Zu Anfang letzten Jahres hat der Landkreis aus dem Nordwesten Niedersachsens seine Domänen-Controller sowie File- und Printserver von Windows auf Linux umgestellt. Der Erfolg ermutigte zum nächsten Schritt in Richtung Open-Source-Infrastruktur: Jetzt hat Andreas Wolf, Leiter "Technikunterstützte Informationsverarbeitung" (TuI) des Kreises, den Auftrag, die Arbeitsplätze von 220 Mitarbeitern auf zentral verwaltete Linux-Desktops zu migrieren. 80 weitere Mitarbeiter werden allerdings vorerst weiter mit Windows arbeiten.

Dieses Mischszenario führt zu einer Lösung, von welcher der Bremer Open-Source-Dienstleister Univention profitiert: Die Friesen werden den "Univention Corporate Server" (UCS) einsetzen. Dieses System gestattet das zentrale Management von Servern sowie Windows- und Linux-Desktops. Der somit mögliche parallele Betrieb zweier Umgebungen ermöglicht eine sanfte Migration.

Außerdem benötigen die Kreisangestellten eine Groupware, mit der Windows- und Linux-Anwender miteinander kommunizieren, Termine planen und gemeinsam auf Mail-Ordner, Kalender sowie Adressbücher zugreifen können. Hierzu wird der Landkreis die auf UCS aufsetzende Lösung "Univention Groupware Server" (UGS) verwenden. Diese nutzt die unter BSI-Ägide entwickelte Open-Source-Groupware "Kolab 2", die sowohl Microsofts "Outlook" als auch den Personal Information Manager "Kontact" für die Linux-Oberfläche KDE unterstützt. Der Landkreis, so Projektleiter Wolf, wird die mit Linux einhergehenden Open-Source-Büroanwendungen auf den Desktops verwenden. (ls)