Pinguine hinterm Deich

10.08.2006
Der Landkreis Friesland migriert die meisten Desktops und die Groupware auf Linux.

Zu Anfang letzten Jahres hat der Landkreis aus dem Nordwesten Niedersachsens seine Domänen-Controller sowie File- und Print-Server von Windows auf Linux umgestellt. Der Erfolg ermutigte zum nächsten Schritt in Richtung Open-Source-Infrastruktur: Jetzt hat Andreas Wolf, Leiter "Technikunterstützte Informationsverarbeitung" (TuI) des Kreises, den Auftrag, die Arbeitsplätze von 220 Mitarbeitern auf zentral verwaltete Linux-Desktops zu migrieren. 80 weitere Mitarbeiter werden allerdings vorerst weiter mit Windows arbeiten.

Sanfte Migration durch Parallelbetrieb

Dieses Mischszenario führt zu einer Lösung, von welcher der Bremer Open-Source-Dienstleister Univention profitiert: Die Friesen werden den "Univention Corporate Server" (UCS) einsetzen. Dieses System gestattet das zentrale Management von Servern sowie Windows- und Linux-Desktops. Der somit mögliche parallele Betrieb zweier Umgebungen ermöglicht eine sanfte Migration.

Außerdem benötigen die Kreisangestellten eine Groupware, mit der Windows- und Linux-Anwender miteinander kommunizieren, Termine planen und gemeinsam auf Mail-Ordner, Kalender sowie Adressbücher zugreifen können. Hierzu wird der Landkreis die auf UCS aufsetzende Lösung "Univention Groupware Server" (UGS) verwenden. Diese nutzt die unter BSI-Ägide entwickelte Open-Source-Groupware "Kolab 2", die sowohl Microsofts "Outlook" als auch den Personal Information Manager "Kontact" für die Linux-Oberfläche KDE unterstützt. Der Landkreis, so Projektleiter Wolf, wird die mit Linux einhergehenden Open-Source-Büroanwendungen auf den Desktops verwenden. (ls)