Kommissionierung

Pick-by-Light ins SAP LES integriert

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Schwan-Stabilo betreibt mit seinem Logistics Execution System (LES) neuerdings auch eine Pick-by-Light-Anlage.
Foto: Inconso AG

Vom 1998 eröffneten Distributionszentrum in Weißenburg/Franken aus beliefert der Spezialist für Schreibgeräte Kunden in der ganzen Welt. Vor zwei Jahren hat er dort das Logistiksystem SAP LES eingeführt. Es hat sich offenbar bewährt, denn Schwan-Stabilo implementiert es derzeit in weiteren europäischen Ländern.

Mit dieser Anwendung steuert das Unternehmen jetzt auch eine neu errichtete zweigeschossige Pick-by-Light-Kommissionierung mit 342 Durchlaufkanälen, die jeweils drei bis vier Behälter aufnehmen können. Wie für das gesamte Lagerverwaltungs- und -steuerungssystem war für die Errichtung und Integration dieser neuen Anlage das auf Logistikanwendungen spezialisierte Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen Inconso AG verantwortlich. Die neuen Komponenten wurden vollständig in die SAP-Gesamtarchitektur eingebettet.

Wie Inconso erläutert, konnte Schwan-Stabilo sein Unternehmenswachstum auch unter den derzeit wenig günstigen Rahmenbedingungen fortsetzen. Allerdings habe sich der Trend zur Bestellung kleinerer Losgrößen verstärkt. In einer Analyse der Artikel- und Kommissionierstruktur sei deutlich geworden, dass es sich bei jeder fünften Lieferung um einen "Einpöster" handelte und jeder zweite Kommissioniervorgang auf einen der 100 meistgefragten Artikel entfiel.

Die bis vor kurzem praktizierte Kommissionierung nach dem Prinzip "Ware zum Mann" sei deshalb an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen, so die IT- und Logistikexperten. Auch im Dreischichtbetrieb sei ein weiteres Volumenwachstum kaum mehr zu bewältigen gewesen.