Gadget des Tages

Photon 3D-Scanner - Gegenstück zum 3D-Drucker

Tobias Wendehost beschäftigt sich als Volontär aktuell mit verschiedenen Hardwarethemen und stellt täglich ein Gadget des Tages vor. Ansonsten arbeitet er sich thematisch durch die Ressorts Job und Karriere, Software, Netzwerke und Mobile sowie IT-Strategie. Wer möchte, kann Tobias bei Twitter (@tubezweinull) folgen oder bei Xing eine Nachricht schreiben.
Die Kanadier Adam Brandejs und Drew Cox werben derzeit für ihren selbstentwickelten 3D-Scanner Photon. Das Gadget soll ein Problem des 3D-Druckens lösen.

Seit Monaten werden auf fast jeder Technologie-Messe 3D-Drucker präsentiert. Die ausgefeilten Geräte bieten für Industrie wie auch Privatanwender zahlreiche Anwendungsszenarien. So können sie etwa im Anlagen- und Maschinenbau Komponenten drucken, die teuer und schwierig in der Herstellung sind. Speziell Privatanwender haben allerdings das Problem, dass sie sich erst Kenntnisse in 3D-Software aneignen müssen. Sie stehen also vor der Frage: Wie bekommt man ein 3D-Modell, das sich ausdrucken lässt?

Auslieferung ab Mitte 2013

Für dieses Problem haben die kanadischen Entwickler Adam Brandejs und Drew Cox den Photon 3D-Scanner entworfen. Das Gerät wird aktuell bei Indiegogo beworben und hat gute Chancen, ab Mitte 2013 ausgeliefert zu werden. Die nötige Finanzierungssumme von 81.000 US-Dollar (rund 62.000 Euro) wurde bereits übersprungen und steht bei knapp 162.000 US-Dollar (rund 124.000 Euro).

Dabei soll sich das Gadget durch einfache Bedienung auszeichnen: Man platziert das gewünschte Objekt auf dem Photon und beginnt mit dem Scannen. Zwei Laser und eine hochauflösende Kamera lichten anschließend die Form des Gegenstands ab. Die Daten werden per USB-Kabel an einen Rechner übertragen und lassen sich mit einer mitgelieferten Software weiterverarbeiten. Diese funktioniert laut Aussage des Entwicklerteams mit Windows, Mac und Linux.

Fertig montiert verschickt

Der 3D-Scanner wird als fertig montiertes Gerät versandt, eine Kalibrierung ist nach Angaben der beiden Kanadier nicht notwendig. Zudem kann er zum Verstauen auf- und zugeklappt werden. Über die Scansoftware lassen sich schließlich verschieden Detailstufen auswählen, wobei ein Scan auch in höchster Auflösung maximal drei Minuten dauern soll. Der gewünschte Gegenstand darf allerdings höchstens 190 mal 190 mal 250 Millimeter messen.

Aufgrund der hohen Nachfrage für Photon sind die günstigsten Unterstützerpakete bei Indiegogo bereits vergriffen. Für 449 US-Dollar (rund 345 Euro) plus Versandkosten nach Deutschland erhält man aber noch eines der Gadgets mit Strom- und USB-Kabel sowie der Software. Die Auslieferung findet bei diesem Paket allerdings in erst im September statt. Weitere Informationen gibt es bei Indiegogo und der Website der beiden Entwickler.