Die Top-Risiken im August 2008

Phisher rennen bei Social Networks offene Türen ein

23.09.2008
Von Katharina Friedmann 
Auch im August bevorzugten Spammer Googles Web-Dienste als Vehikel für ihre unerwünschten Werbebotschaften, während Phisher verstärkt soziale Online-Netze als Spielwiese nutzten.
Die Top-5-Schädlinge im August - nach Anzahl der befallenen Systeme

Position

Schädling

Veränderung gegenüber Vormonat

1.

Trojan.Win32.DNSChanger.ech

unverändert

2.

Trojan.Win32.Pakes.kab

neu

3.

Trojan-Downloader.Win32.Agent.xqz

neu

4.

Trojan-Downloader.Win32.Agent.yaw

neu

5.

Trojan-Downloader.Win32.Agent.xws

neu

Quelle: Kaspersky Lab

Der August brachte Bewegung in Kaspersky Labs monatliches Ranking der 20 am weitesten verbreiteten Schadprogramme. Seit der kürzlichen Umstellung seiner Analyseverfahren unterteilt der Sicherheitsanbieter die von ihm aufgestöberten digitalen Störenfriede in zwei Kategorien: Ein Listing zeigt die am weitesten verbreiteten Schad- und Werbeprogramme, berechnet nach der Anzahl der Computer, auf denen sie entdeckt wurden, während ein zweites Ranking die Malware-Exemplare aufführt, mit denen Anwendersysteme insgesamt am häufigsten infiziert waren.

Im ersten Ranking konnte der Trojaner DNSChanger seine Spitzenposition vom Juli mit einem dreimal so hohen Infektionswert behaupten, allerdings kamen hier insgesamt 16 neue Schadprogramme hinzu, die der Sicherheitsanbieter erst im August in seine Viren-Datenbanken aufgenommen hatte. Dabei hat sich eine Gruppe von fünf Trojan-Downloadern gleich auf die Plätze drei bis sieben katapultiert. Insgesamt hat Kaspersky im vergangenen Monat 28.940 schädliche und potenziell gefährliche Programme sowie Adware auf Anwendersystemen aufgespürt. Das sind 8000 Exemplare mehr als im Juli, was nach Angaben der Experten auf eine beträchtliche Zunahme der Bedrohungen in "freier Wildbahn" schließen lässt.