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Philips zeigt Referenz-Design für DVD+R/+RW-Videorekorder

22.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Elektronikkonzern Royal Philips Electronics hat sein Referenz-Design für einen digitalen DVD-Videorekorder vorgestellt. Das Gerät arbeitet auf Basis des DVD+R/+RW-Standards. Herstellern von Unterhaltungselektronik will das niederländische Unternehmen damit die Möglichkeit bieten, DVD-Rekorder zu wettbewerbsfähigen Preisen auf den Markt zu bringen. Der Prototyp ist zurzeit für ausgewählte Kunden verfügbar. Im zweiten Quartal 2003 sollen erste Geräte auf den Markt kommen.

Kernbausteine des Referenz-Modells sind der „pnx7100“-Chip sowie die „VAE8020“-Videorekorder-Engine. Der pnx7100-Chip, der auf einem MIPS-CPU-Kern basiert, bietet MPEG2-Kodierungsfunktionen wie zum Beispiel einen Video-Input-Prozessor, Video- und Audio-Encoder sowie eine Firewire-Schnittstelle. Außerdem sind Funktionen zum digitalen Rechte-Management in dem Baustein integriert. Die zentrale Video-Komponente VAE8020 besteht aus einem dual angelegten Laser und einer optischen Erfassungseinheit.

Laut Philips stellt DVD+R/+RW augenblicklich den Defacto-Standard dar, der beispielsweise von Hewlett-Packard, Dell, Microsoft, Sony, Thomson und Philips unterstützt werde. Das Format biete ausgezeichnete Kompatibilität zu DVD-Video-Playern und DVD-ROM-Laufwerken, heißt es weiter in der Verlautbarung. Es gibt jedoch neben der DVD+RW-Allianz noch die Herstellervereinigung rund um das DVD-Forum, das die Spezifikationen DVD-R, -RW und -RAM unterstützt. Mitglieder sind unter anderen Elektronikgrößen wie Apple, Hitachi, NEC, Pioneer, Samsung und Sharp. Zwischen beiden Lagern wird zurzeit heftig um den künftigen DVD-Recording-Standard gerungen. Zwar versuchen einzelne Hersteller wie zum Beispiel Sony mit Kombilaufwerken, die mit beiden Standards arbeiten, den Graben zu überbrücken. Experten zufolge müsse man bei derartigen Kompromissen jedoch mit

Leistungseinbußen rechnen. (ba)