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Philips Semiconductor setzt auf HPs UDC

25.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - HP kündigt heute an, dass es für die Chipsparte des niederländischen Mischkonzerns Philips ein "Utility Data Center" aufgebaut hat, dessen Ressourcen weitgehend virtualisiert sind und sich damit sehr schnell an veränderte Anforderungen anpassen lassen. UDC ist eine Kernkomponente von HPs "Adaptive-Enterprise"-Strategie. Diese verspricht Anwendern - ähnlich wie IBMs "On Demand" oder Suns "N1" - langfristig die Nutzung und Abrechnung von Informationstechnik nach Bedarf.

Anders als bisherige UDC-Referenzkunden, etwa Procter & Gamble oder Ericsson, bezieht Philips Semiconductor seine neues Data Center nicht im Rahmen eines Outsourcings. Die Holländer sind außerdem neben HP einer der ersten bekannten Anwender, bei denen ein Utility Data Center tatsächlich produktiv betrieben wird. "Wir sind noch nicht fertig, aber schon sehr weit gekommen", erklärte Mathieu Clerkx, der bei Philips sowohl als CIO (Chief Information Officer) als auch als Verantwortlicher für die Lieferkette fungiert.

Das erste UDC-RZ in Nijwegen läuft nach Angaben des Managers seit drei Wochen. Rund 85 Prozent der Ausstattung waren laut Nick van der Zweep, Director of Utility Computing bei HP, bereits vorhanden. Die meisten Neuanschaffungen tätigte Philips im Storage-Bereich. Bei der Planung arbeiteten beide Unternehmen seit rund drei Jahren zusammen (wie viel Philips dafür investiert hat, ist nicht bekannt). "Das war kein von Grund auf neues Rechenzentrum", erklärte HPs Adaptive-Enterprise-Verantwortliche Nora Denzel. "Sie hatten eine Menge Equipment, das wir benutzt haben."

In Nijmegen hat Philips vier oder fünf Datacenter zu einem konsolidiert. "Wir haben aggressiv versucht, signifikante Einsparungen zu erreichen, die HP uns vertraglich zugesichert hatte", erläutert Clerkx die Motivation. Er gehe davon aus, dass Philips dank UDC und anderen Veränderungen in Richtung Einsatz von Standard-Soft- und Hardware im kommenden Jahr mit weniger als 60 Prozent der noch im Jahr 2001 nötigen IT-Ausgaben auskommen werde, sagte der CIO. (tc)