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Philips-Gewinn bricht stärker ein als erwartet

18.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Gewinn des niederländischen Elektronikkonzerns Philips ist zwischen Januar und März stärker eingebrochen als von Analysten befürchtet. Der Überschuss sei wegen einer Schwäche im Technologiebereich von 550 Millionen Euro auf 117 Millionen Euro gesunken, teilte das im EuroSTOXX 50 notierte Unternehmen am Montag in Eindhoven mit. Von Thomson First Call befragte Experten hatten mit einem Gewinnrückgang auf 151 Millionen Euro gerechnet.

Der operative Gewinn lag mit 193 (Vorjahr: 218) Millionen Euro jedoch im Rahmen der Prognosen. Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um zwei Prozent auf 6,635 Milliarden Euro.

Umsatzstärkste Sparte blieb der Bereich Consumer Elektronics, dessen Erlös auf vergleichbarer Basis um sieben Prozent auf 2,15 Milliarden Euro zulegte. Das Segment sei auf einem guten Weg, das Ziel einer operativen Marge von 4 bis 4,5 Prozent bis zum Jahresende zu erreichen.

Im Halbleiterbereich ging der Umsatz jedoch um zwei Prozent auf 1,01 Milliarden Euro zurück. Der Konzern rechnet im Chipbereich nicht mit einer Besserung vor der zweiten Jahreshälfte. Auf Dollarbasis soll der Umsatz im Halbleitersegment jedoch im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen.

In den Segmenten Lighting, DAP und Medical Systems rechnet Philips mit einer Fortsetzung der soliden Entwicklung. Der Bereich Lighting blieb nach Konzernangaben trotz eines leichten Rückgangs des operativen Gewinns die wichtigste Ertragsstütze. Außerdem verbuchten die Halbleiter- und Konsumentenelektronik im ersten Quartal einen niedrigeren operativen Gewinn als vor einem Jahr. (dpa/tc)