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Philadelphia: Carrier intrigieren weiter gegen Funk-Web

04.03.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bürgermeister John Street, der Philadelphia ursprünglich kostenlos per WLAN mit Internet-Zugängen versorgen wollte (CW online berichtete), kommt mit seinem Projekt nicht weiter. Statt wie ursprünglich geplant, Anfang Februar Details zum Netzaufbau zu veröffentlichen, hat Street bis heute keine weiteren Angaben gemacht.

Dafür melden sich Kritiker des Projekts um so lauter zu Wort. So kritisieren Stadträte öffentlich, dass es nicht die Aufgabe einer Stadt ist sich als Netzbetreiber zu betätigen. Andere wiederum fordern, das Geld in Bibliotheken oder öffentliche Schwimmbäder zu investieren. Brachenkenner werten den massiven Widerstand des Stadtrates als einen Beleg für die erfolgreiche Lobby-Arbeit der Carrier. Diesen war das Modell nämlich von Beginn an ein Dorn im Auge. So versuchten sie das Projekt mit Hilfe der US-amerikanischen Regulierungsbehörde FCC zu stoppen. Als dies nicht von Erfolg gekrönt war, bearbeiteten sie den Gouverneur von Pennsylvania, der dann ein Gesetz unterzeichnete, das Kommunen das Anbieten von TK-Dienstleistungen untersagt. Nur durch eine separate Vereinbarung mit Verizon Communications konnte Bürgermeister Street diese Hürde meistern. Nun muss er noch den Widerstand in den eigenen Reihen brechen. (hi)