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PGP-Schöpfer will IP-Telefonie sicher machen

27.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Phil Zimmermann, der Erfinder der E-Mail-Verschlüsselungslösung "Pretty Good Privacy" (PGP) arbeitet an einem neuen Projekt. Mit Verschlüsselung hat es auch diesmal wieder zu tun: Auf der Black Hat Conference in Las Vegas will er den Prototypen eines Tools präsentieren, mit dem sich Sprachübertragungen vor dem unbefugten Mithören durch Dritte schützen lassen.

Krypto-Lösungen im VoIP-Umfeld sind nichts neues, entsprechende Techniken sind bereits verfügbar, erfordern jedoch den Einsatz einer komplexen Public Key Infrastructure (PKI). Das soll bei Zimmermanns Lösung nicht der Fall sein. Wie das genau funktionieren soll, will der Spezialist derzeit noch nicht verraten.

Zimmermann hofft eigenen Angaben zufolge, einen Geldgeber zu finden, mit dessen Hilfe er das Produkt fertig entwickeln und derzeit noch vorhandene Fehler beseitigen kann. Die Software, die auch einen Telefonie-Client beinhaltet, leidet nämlich noch unter einigen Bugs. So kann es passieren, dass eine Gesprächsverbindung auch nach Beenden einer Kommunikation noch weiter besteht und sich nur durch das Schließen des Programms unterbrechen lässt.

Das Produkt soll unter einem eigenen Namen vermarktet werden. Welcher das sein wird, ist noch offen. Daneben will der Erfinder seine Lösung aber auch anderen Herstellern zur Verwendung in eigenen Produkten anbieten. (ave)