IT intim - Die Sorgen der CIOs

Personalengpässe lassen sich auf Dauer nur intern beseitigen

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Sie sagten einmal, im Handel sei es schwer, qualifiziertes IT-Personal zu bekommen. Inwiefern hat sich die Situation entspannt?
Bernd Hilgenberg, CIO, Fressnapf
Bernd Hilgenberg, CIO, Fressnapf

Leider überhaupt nicht. Im Gegenteil: Als schnell wachsende IT sind wir immer noch nicht in der Lage, die offenen Stellen zeitnah zu besetzen. Dabei suchen wir gar nichts Exotisches, sondern Helpdesk-Mitarbeiter, Projektleiter, Organisatoren etc. Aber manchmal liegt ein Jahr zwischen dem Feststellen eines Bedarfs und dem Arbeitsbeginn eines neuen Mitarbeiters.

Unser Problem ist, dass die möglichen Bewerber die IT im Handel wenig sexy finden. Dabei machen wir wirklich spannende Projekte. Beispielsweise haben wir die Virtualisierung von Systemen, Speicher und Infrastruktur bereits abgeschlossen. Gerade sind wir dabei, ein neue Citrix-Farm und ein Data Warehouse international auszurollen. Daneben betreiben wir große kaufmännische Anwendungen. Den Kampf um die Talente verlieren wir allerdings oft.

Trotzdem ist es mir gelungen, in diesem Jahr rund 20 neue Stellen zu besetzen. Aber im kommenden Jahr sollen es noch einmal so viele sein. Dann hätte unsere IT fast 100 Mitarbeiter. Das klingt nach viel, aber angesichts des Aufgabenspektrums ist das immer noch knapp bemessen.