IoT-Geschäft wächst langsam

Personalabbau halbiert Intel-Gewinn

21.07.2016
Trotz des schrumpfenden PC-Markts kann Intel den Quartalsumsatz leicht steigern. Doch die harte Restrukturierung drückt den Gewinn. Im zukunftsträchtigen IoT-Geschäft kommt der Konzern nur langsam voran.

Beim Chip-Riesen Intel drücken die Kosten des groß angelegten Konzernumbaus mit der Streichung tausender Stellen den Gewinn. Im vergangenen Quartal (Stichtag 2. Juli) verdiente Intel mit 1,33 Milliarden Dollar nur halb so viel wie vor einem Jahr. Der Umsatz wuchs dagegen von 13,2 auf 13,5 Milliarden Dollar.

Die Umstrukturierungskosten schlugen dabei mit satten 1,4 Milliarden Dollar zu Buche. Intel-Chef Brian Krzanich hatte im April den Abbau von rund 12 000 Stellen bis Mitte 2017 angekündigt - rund elf Prozent der Belegschaft. Die Aktie gab nachbörslich um rund drei Prozent nach.

In seinem Hauptgeschäft mit Prozessoren für PCs konnte Intel erneut trotz eines schrumpfenden Marktes den Umsatz mit einem Rückgang von 7,5 auf 7,3 Milliarden Dollar fast stabil halten. Der Marktführer verkaufte zwar 15 Prozent weniger Prozessoren, konnte aber den Durchschnittspreis um 13 Prozent steigern. Dadurch wuchs auch der operative Gewinn der Sparte von 1,6 auf 1,9 Milliarden Dollar.

Das zweite wichtige Standbein - das Geschäft mit Prozessoren für Rechenzentren - wuchs von 3,8 auf 4 Milliarden Dollar. Die Sparte verdiente mit 1,76 Milliarden Dollar aber operativ etwas weniger als ein Jahr zuvor.

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Das Geschäft mit Chips für vernetzte Technik im "Internet der Dinge" kann Intel nicht so recht in Schwung bringen. Der Umsatz der IoT Group wuchs im Jahresvergleich nur um 2 Prozent auf 572 Millionen Dollar. Das operative Ergebnis der Sparte sank von 145 auf 89 Millionen Dollar. Nachdem Intel das Geschäft mit Prozessoren für Smartphones und Tablets angesichts der übermächtigen Konkurrenz aus dem ARM-Lager mehr oder weniger aufgegeben hat, ruhen die Hoffnungen jetzt auf dem Bereich Internet of Things.

Intel-CEO Brian Krzanich gab sich dennoch optimistisch. Der Umsatz für das zweite Quartal enstpreche den veröffentlichten Planungen, die Profit sei sogar besser als erwartet ausgefallen. (dpa/wh)