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Perot Systems verbucht Gewinnrückgang

11.02.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Nettogewinn von Perot Systems sank im Schlussquartal 2003 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 50 Prozent von 19,9 Millionen auf 9,9 Millionen Dollar oder acht (17) Cent pro Aktie. Schuld an dem Einbruch war in erster Linie die Einführung einer neuen Bilanzierungsvorschrift, die zu Sonderbelastungen führte. Ohne diese erzielte der texanische IT-Dienstleister einen Profit von 16,3 Millionen Dollar oder 14 Cent je Aktie und entsprach damit der mittleren Prognose der Analysten.

Der Umsatz kletterte um 19 Prozent auf einen neuen Rekordwert von 393 Millionen Dollar - die Wall Street hatte laut Umfrage von Thomson First Call lediglich mit 372,5 Millionen Dollar gerechnet. Perot profitierte bei den Einnahmen unter anderem von der kompletten Übernahme des indischen Joint Ventures HCL Perot im Dezember (Computerwoche.de berichtete). Die dabei entstandenen Kosten beliefen sich im Berichtsquartal auf 6,8 Millionen Dollar.

Im laufenden ersten Quartal 2004 soll HCL Perot rund 25 Millionen Dollar zum Gesamtumsatz beisteuern. Der Beitrag des indischen Dienstleisters zum Gewinn werde dagegen gering ausfallen, da weitere akquisitionsbedingte Aufwendungen anstünden, gab das von dem ehemaligen US-Präsidentschaftskandidaten Ross Perot gegründete und von dessen Sohn geführte Unternehmen bekannt. Unter dem Strich rechnet die Company mit einem Gewinn zwischen 13 und 16 Cent pro Aktie. Die Einnahmen sollen im Bereich von 400 bis 415 Millionen Dollar liegen. (mb)