Genesys

Permira greift nach der Call-Center-Sparte von Alcatel-Lucent

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Alcatel-Lucent hat nach eigenen Angaben ein bindendes Angebot für seine Genesys-Sparte von einem Unternehmen des Finanzinvestors Permira erhalten.
Die Enterprise-Sparte will Alcatel-Lucent-Chef Ben Verwaayen im Konzern behalten.
Die Enterprise-Sparte will Alcatel-Lucent-Chef Ben Verwaayen im Konzern behalten.
Foto: Alcatel-Lucent

Permira biete 1,5 Milliarden Dollar für die Call-Center-Sparte, teilte Alcatel-Lucent mit. Die Transaktion solle Ende dieses Jahres oder Anfang 2012 abgeschlossen werden, allerdings müssten ihr noch das Committee on Foreign Investments ins the United States (CFIUS) und Aufsichtsbehörden in verschiedenen anderen Ländern zustimmen. Der Kaufpreis werde gegebenenfalls in bar auf Debt/Cash-free-Basis entrichtet.

Genesys setzte im vergangenen Jahr mit seiner Customer-Service-Software und Contact-Center-Lösungen für Unternehmen rund 500 Millionen Dollar um. Sollte die Sparte wie geplant verkauft werden, würden 1800 Mitarbeiter, das Management sowie die vorhandene Geschäftsstruktur den Besitzer wechseln.

Seine Enterprise-Sparte will Alcatel Lucent nach den Worten von CEO Ben Verwaayen nach Prüfung aller strategischen Optionen behalten. Genesys und Enterprise würden auch nach einem Verkauf an Permira ihre enge Geschäftsbeziehung aufrechterhalten, gemeinsam entwickeln und sich gegenseitigen Zugriff auf das Produktportfolio gewähren.